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Jun 09

Als Rick Sanchez zur ComicCon

Ich bin ein großer Fan von „Rick and Morty“. Die Serie ist unglaublich clever und innovativ, kennt kaum Tabus und am wichtigsten, sie ist wirklich verdammt witzig. „Rick and Morty“ ist vermutlich das lustigste was man zur Zeit ansehen kann (solange man es im O-Ton ansieht). Ich meine, seht euch einfach diese kleinen Clips der Serie an. Sie, sie * rülps * ist wirklich der, der Hammer.

Aus dem Grund habe ich mich vor ein paar Wochen dazu entschieden mir eine Rick-Maske zu basteln um auf der ComicCon München die Leute mit meinem Cosplay zu bespaßen. Und da euch anscheinend mein Artikel vom letzten Jahr gefiel, als ich mir mein Low-Budget Star Wars Rebellenpilotenkostüm bastelte, will ich euch nun was ähnliches bieten. Ich fing also an an meiner Maske zu basteln und dokumentierte jeden Schritt kleinlich mit vielen, vielen Fotos, ging auf die ComicCon, schoss dort auch ein paar Bilderchen und als ich dann genügend Material beieinander hatte ging die MicroSD-Karte meines Smartphones mit allen Bildern kaputt. Yay! Darum hat sich die ganze Geschichte hier etwas verzögert, aber ich konnte einige der Fotos wieder auftreiben, da ich meinen Kumpels öfters mal meinen Fortschritt zeigte. Was mir an Bilden abhanden gekommen ist versuche ich euch in Worten zu erklären, also haltet euch fest:

Anfangs habe ich mir Gedanken gemacht wie mein Cosplay überhaupt funktionieren soll. Ich habe überlegt, ob ich mir vielleicht eine blaue Perücke kaufe und den Rest mit Schminke erledige. Aber ehrlich gesagt hatte ich keinen Bock den ganzen Tag ohne Brille rumzurennen und von meinem Bart trenne ich mich auch nur äußert ungern. Dazu kommt auch noch, dass ich unbedingt mal wieder etwas basteln wollte. Ich Entschied mich eine Maske aus Pappmaché zu erstellen. Ich steh darauf mit Karton, Klebeband Papier und Tapetenkleister zu Arbeiten! Der 3D-Drucker des kleinen Mannes! Auf ein Stück Karton zeichnete ich grob das Gesicht auf um die richtigen Proportionen festzustellen. Danach – und hier merkt man, dass mir einige Fotos flöten gingen – habe ich ein weiteres Stück Karton mehrfach zerschnitten und mit Klebeband so zusammengeklebt, dass ich die von mir Form erhielt. Danach fing ich an das schalenförmige Stück mit der ersten Schicht Pappmaché zur überziehen. Natürlich meinte ich es viel zu gut mit dem Kleister und ich musste 4 Tage warten bis alles getrocknet war.rick-phase-1_2

Die Schale war komplett ohne Gesichtszüge, diese wollte ich dann als dreidimensionale Elemente zur Maske hinzufügen. Das Problem dabei sind natürlich die Augen. Irgendwie muss man mit dem Ding auf dem Gesicht ja auch sehen können. Die Lösung waren zwei kleine Plastiksiebe, die ich mir kostengünstig kaufte. Ich achtete darauf, dass deren Größe in Relation zu dem Ausmaßen meines Kopfes steht, sodass mein Rick nicht übergroße oder winzige Glubscher hat. Nebenbei habe ich mir via Onlineshopping die passenden Klamotten bestellt. Dies war der einfache Teil – Sehen wir uns zur Belohnung einen Clip aus Rick and Morty an:

Danach fing der anspruchsvolle Teil der Arbeit an. Zuerst schnitt ich mit einem Skalpell Augenhöhlen in die Schale und trennte eine Siebe von ihren Griffen um sie einzupassen. Eigentlich wollte ich alle Gesichtszüge aus Pappe herstellen, doch beim bummeln durch einen Deko- und Bastelladen mit meiner Freundin stolperte ich über eine sehr einfach handzuhabende Modelliermasse. Shoppen mit der Freundin zahlt sich manchmal eben doch aus! Mit der Modelliermasse machte es richtig Spaß, dafür wurde die Maske aber auch etwas schwerer als ich mir ursprünglich vorstellte. Langsam nahm die Maske Gestalt an, doch sie hatte auch etwas gruseliges an sich. Nightmarefuel, Freunde ;) rick-phase-2_1

Vom nächsten Schritt fehlen mir leider auch wieder ein paar Bilder, aber ich Schnitt mir aus Karton Ricks zackige Haarpracht zurecht, befestigte diese auch zuerst mit Klebeband und anschließend habe ich alles mit einigen finalen Schichten Pappmaché überzogen. Ursprünglich wollte ich nur hinter Ricks Ohren Löcher für ein Gummiband vorsehen, aber da das Ding ja viel schwerer als Gedacht wurde, versteckte ich auch eine Öse hinter den Haaren um ein zweites Band anzubringen, damit die Maske nicht runter fällt.

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Nachdem wiedermal alles getrocknet war, habe ich Ricks Gesicht angemalt, damit es nicht mehr ganz so gruselig aussieht. Blaue Haare, eine gräuliche Hautfarbe, gelbliche Zähne und NATÜRLICH der grüne Sabber. Abschließend malte ich mit einem fetten schwarzen Filzstift die Konturen nach um der Maske den „Legend of Zelda: Wind Waker“-Cel-Shading-Look zu verpassen, mit dem man so gut 2D-Cartoonfiguren auf eine dreidimensionale Oberfläche darstellen kann.

rick-phase-4_2Damit war dann mein Cosplay einsatzbereit. Unter der Maske fühlte man sich zwar wie Jason Vorhees und man konnte kaum etwas sehen, aber zumindest war es vollkommen legitim, dass ich für dieses Kostüm immer einen Flachmann griffbereit hatte. Auf die ComicCon in München fuhr ich natürlich nicht allein. Ich hatte etwas Gesellschaft bei mir, unter anderem meinen sehr guten Freund Stefan, der sich als “Mulan SzeChuan teriyaki dipping sauce” von McDonalds verkleidete… für Leute die nicht Rick and Morty ansehen muss das irgendwie befremdlich wirken… Glaubt mir einfach, wenn ich sage, dass dies als Partnerkostüm funktioniert. Zudem haben wir eine Menge lustiger Leute getroffen von denen viele auch Kostüme anhatten, die höchtswahrscheinlich deutlich mehr Zeit, Geld und Arbeit in ihr Cosplay steckten wie wir. Zum Beispiel diese Colonial Marines aus meinen Lieblingsfilm Aliens.

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Und das war es dann eigentlich schon. Die “German ComicCon” in München war ganz cool, hätte aber deutlich größer sein können. Wir schossen ein Paar Fotos mit Leuten und Stefan hat sich eine Uncharted 4 Tasse gekauft, die nun sein wertvollster Besitz ist.

Okay, was haltet ihr von meinen Kostüm, dem von Stefan und meinem Bastelartikel? Lasst es mich auf Facebook, Twitter oder hier in den Komentaren wissen! Ein letzter Rick and Morty Clip zum Abschluss:

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