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Apr
13

Kinoreview „Zorn der Titanen“

Das Remake „Kampf der Titanen“ von 2010 wurde von den Kritikern zerrissen. Platte Story, eindimensionale Charaktere, unübersehbare Logiklöcher und zu allen Überfluss eine total miese 3D-Konvertierung die die Ticketpreise wesentlich erhöhte! Nichtsdestotrotz steuerte ich (an einem Kinotag) ins nächste Kino und sah mir den Schund an! Und was soll ich sagen, er hatte eine platte Story, eindimensionale Charaktere, unübersehbare Logiklöcher und zu allem Überfluss war er auch noch mies Konvertiert! Aber für das was er war (eine Hirn-„aus“ Action-„an“ Monsterklopperei) war er echt in Ordnung! Er kam nicht an das Original ran, aber man sah die nicht übel choreografierten Kämpfe gegen die mythologischen Monster gerne an, und um das ist es ja auch gegangen. Als ich dann vor ein paar Monaten den Trailer für die Fortsetzung „Zorn der Titanen“ sah, weckte der mein Interesse – ich meine, Perseus prügelt mehr Monster der Antike? Classic! Was soll man da schon groß falsch machen können, zumal man ja hier auf hochwertige 3D-Effekte setzen kann? Tja, man kann zum Beispiel die Anzahl der Monsterkämpfe reduzieren und diese weniger spektakulär gestalten!
Aber lasst euch erst mal einen kleinen Einblick in die Story geben:
Nachdem Perseus (Sam Worhington – Terminator 4, Avatar) in Teil Uno den Kraken getötet, den Stadtstaat Argos gerettet und die Halbgöttin Io geehelicht hat ziehen die Jahre ins Land. Das Pärchen bekommt einen Sohn und Io stirbt. Also versucht Perseus sich als alleinerziehender Vater und Fischer. Das geht auch alles 10 Jahre lang gut, bis sich Hades wieder eine neue Teufelei ausdenkt! Er will den Titan Kronos, dem Vater der Götter, der von Zeus (Liam Neeson – Star Wars Episode 1, A-Team, 96 Hours) in den Tartharos, einem riesiegen Gefängnis eingesperrt wurde wieder befreien. Da Kronos so ziemlich der unangenehmste Zeitgenosse ist den man sich vorstellen kann findet das Zeus überhaupt nicht toll. Und als er gegen seinen Bruder Hades vorgehen will gerät er flux in einen Hinterhalt. Nun liegt es an wieder an Zeus Sohn, den Halbgott Perseus den Tag zu retten! Obwohl Perseus nach alter „Rambomanier“ zuerst abwinkt, muss er sich dem Kampf stellen als sein Heimatdorf von einer Chimäre angegriffen wird. Dies ist dann auch der spektakulärste Fight des Films. In aktuellen Filmen ist doch oft die Kamera in Actionszenen viel zu nahe am Geschehen und oft recht verwackelt um den Eindruck zu erzeugen man wäre „mitten im Kampf“ – meistens ist diese Methode eine ziemliche Nullnummer, in dieser Szene funktioniert das aber fabulös! Die restlichen Kämpfe sind wesentlich lahmer. Fight gegen Zyklopen: noch in Ordnung – Fight gegen Minotaurus: Haben die jetz gekämpft? Das war der Minotaurus? Gähn! – Restliche Fights: Nicht der Rede wert…
Ähm, weiter in der Story: Perseus düst zu seiner alten Kumpanin Prinzessin Andromeda, welche nicht wie im Vorgänger von Alexa Davalos gespielt wird, sondern von Ex-Bondgirl Rosamunde Pike. (Anscheinend eine Vorliebe der „… der Titanen“-macher, denn Io aus Teil eins wurde auch von einer ehemaligen Bondgespielin verkörpert) zusammen mit ihr und Agenor, der witzigen Nebenrolle/Halbgott, Sohn des Poseidon macht er sich auf die Suche nach den drei Waffen der Götter: Poseidons Dreizack, der komischen zweizackigen Gabel von Hades und Zeus‘ Donnerkeil um sie zu einer UBERwaffe zu kombinieren, mit der er dann Kronos ordentlich aufs Maul hauen will. Leider nimmt das Tempo des Films rapide ab. Vor allem die Szenen im Labyrinth des Minotaurus, ziehen sich wie Kaugummi und enthalten weder Logik, noch haben sie irgendwas mit der Handlung zu tun. (Was sind das für Geister? Woher kommt der Minotaurus? Und wie zum Kuckuck finden sie eigentlich den Ausgang?
An sich haben wir nur eine Anhäufung von uninteressanten Füllerszenen zwischen (meist) langweiligen Kämpfen! Aber zumindest optisch war alles in Ordung – die Computeranimierten Monster haben recht gut ausgesehen und die 3D-Effekte waren gut eingesetzt – am besten im Kampf gegen die (wer hätte es gedacht) Chimäre, in dem der Schlangenschwanz des Biests direkt aus der Leinwand zu hüpfen droht! Über die Musik kann ich eigentlich auch nicht schimpfen – der heroische Soundtrack lässt einen mit Perseus mitfiebern.
Hier der eigentlich vielversprechende Trailer:

Mein Fazit:
Leider schafft es die Fortsetzung wieder einmal nicht mit dem ersten Teil mitzuhalten. Es wurde zwar ordentlich an der Optik geschraubt, so dass sich „Zorn der Titanen“ kein schlechtes 3D vorwerfen lassen muss, aber leider ist (wie so oft) irgendwo zwischen Kamera und Computer vergessen worden den Spannungsbogen hochzuziehen und die Geschichte richtig auszuarbeiten! Und dabei sehe ich doch Monsterkloppereien so gerne! Schade!
4 von 10 Halbgöttern