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Apr 29

„AVENGERS: AGE OF ULTRON“ Review

Marvel lädt das zweite Mal zur großen Ensemble-Materialschlacht ein! Das spektakuläre Ende von Phase 2 des Marvel Filmuniversums trommelt wieder alle Helden mit Rang und Namen zusammen, um sich einer Gefahr zu stellen, der ein einzelner kostümierter Recke nicht gewachsen wäre! Kann Joss Whedons zweiter Avengerfilm mit seinen gefeierten Erstling mithalten? Das erzähl ich euch nachdem ich erklärt habe, wer eigentlich dieser Ultron ist und was sonst noch so in der Fortsetzung abgeht.

Avengers-Age-of-Ultron-CoverSeit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer sind die Avengers zu einem eingespielten Team geworden und befinden sich nun auf der Suche nach Loki’s Zepter aus dem ersten Film, das in die Hände der bösen Organisation Hydra gefallen ist. Im (fiktiven) osteuropäischen Land Sokovia steht die Burg des Hydra-Anführers Strucker, der den Sci-Fi-Zauberstab von einer kleinen Armee und einem mit Superkräften ausgestattetem Zwillingspärchen bewachen lässt. Pietro Maximoff ist superschnell, sein Schwesterchen Wanda hat von Gedankenmanipulation bis hin zur Telekinese einige abgefahrene Spielereien drauf und beide hegen einen Groll gegen die Avengers, besonders gegen Iron Man Tony Stark. Trotz den „Zwillingswundern“ schaffen es die „mächtigsten Helden der Welt“ das Zepter an sich zu reißen. Bei näherer Untersuchung der Science-Bros Banner und Stark zeigt sich, dass das Juwel in dem Stab ein Grundgerüst für eine künstliche Intelligenz inne hat, die Tony benutzen will um sein Ultron-Programm fertigstellen zu können. Er will diese K.I. seine Roboterdronen steuern lassen, um in Zukunft außerirdische Angriffe, wie der bei der Schlacht von New York abzuwehren und so „Frieden für unsere Zeit“ erreichen zu können. Tja, das geht mächtig in die Hose, denn Ultron macht sich selbstständig, sprengt zuerst Partys und dann allerhand andere Dinge. Zeit für das Team sich wieder Hammer, Schild und Bogen zu schnappen und die Welt vor dem irren Roboter zu retten!

Viele Helden, viele Fieslinge, viel Action und viele Verknüpfungen zu kommenden Ereignissen. Age of Ultron ist wirklich vollgepackt bis unters Dach des Avengertowers. Es wird sich zwar diesmal z.B. endlich etwas Zeit genommen, um etwas mehr auf Hawkeye einzugehen und wie im ersten Teil hat auch jeder andere Held wieder Zeit zum scheinen, aber mit insgesamt 4 neuen Hauptfiguren (inkl. Ultron) wirkt der Film schon etwas vollgestopft. Der Rohschnitt des Films soll ja von knappen dreieinhalb Stunden auf seine 150 Minuten hinabgetrimmt worden sein – da kann man nur auf einen Extended Cut auf der Homevideoveröffentlichung hoffen. Doch ich möchte den zweiten Avengers hier nicht herunterbuttern! Es macht einen höllen Spaß die Rächer wieder im Einsatz zu sehen, sowohl wenn sie wie schon in den ersten Minuten des Films ordentlich auf die Kacke hauen, als auch, wenn es mal kurz etwas ruhiger ist und die Jungs und Mädels wie die Bewohner einer Superhelden-WG rüber kommen. Und genau diese Momente machen den Film zu einer sehr guten Umsetzung der Comics, denn ich habe mir wirklich oft gedacht, dass die Geschehnisse auf der Leinwand ein wahrlich zum Leben erweckter Comic sind. Teilweise total abgefahren und hier und da etwas aus der Luft gegriffen, aber stehts unterhaltsam, farbenfroh und spannend. Die Rangeleien sind, wenn auch manchmal etwas zu hektisch geschnitten, durchgehend fantastisch. Ein Feuerwerk an coolen Sprüchen und Haudraufaction, wie man sie von Marvels Nummer 1 Team nicht anders erwarten würde, jedoch eindeutig düsterer als bisher. Der Ton von „The Winter Soldier“ hat hier klare Spuren hinterlassen. So wird etwas von der dramatischen Vergangenheit von Black Widdow beleuchtet, die Dynamik der ganzen Gruppe wird im Film auf die Probe gestellt und so entwickeln sich die Avengers auch weiter. An sich alles klasse, doch das, was Age of Ultron letztendlich schlechter macht als seinen Vorgänger ist die Tatsache, dass er, anders als “The Avengers” nicht das Finale einer Handlung ist, auf das mehrere Filme hingearbeitet haben. Er ist ein Zwischenstück, ein Mittelteil. Denn, wie die meisten anderen Filme der Phase 2 leitet Age of Ultron zu den großen Ereignissen hin, die wohl im kommenden zweiteiligen “Avengers: Infinity War” stattfinden werden. Der Gänsehautmoment, wenn alle Fäden zusammenlaufen ist leider nicht wirklich vorhanden und so ist es zwar eine coole, fast schon eigenständige Zwischenepisode mit sehr vielen Crossovern, Eastereggs und Gastauftritten, aber nicht dieses befriedigende Grande Finale wie Teil 1.

Mein Fazit: 7 von 10 Hulkbustern

Eine etwas düstereres Zwischenspiel der Avengers, das mit Actionszenen und Helden, sowie Bösewichten auf euch feuert, bis das ihr nicht anders könnt als erschöpft und nach mehr verlangend aus dem Kinositzt aufsteht. Es ist nicht das gleiche umwerfende Erlebnis wie 2012 beim ersten Avengers, doch trotzdem ein weiteres Puzzlestück im großen Marvelpuzzle, dass euch ein zufriedenes Grinsen auf die Lippen zaubert.

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  1. “Captain America: The Winter Soldier” Review » Degl-Toons

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