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Apr 29

“AVENGERS: ENDGAME” (2019) Review (Spoilerfrei)

11 Jahre und 22 Filme. Es gibt kaum eine Filmreihe, die die letzte Dekade so geprägt hat wie die Superheldenfilme des Marveluniversums. Im Zentrum der Popkultur dominierten diese Filme stets die Kinokassen und haben das Blockbusterkino verändert. Mit “Avengers: Endgame” wird die Reihe nicht direkt beendet, aber wir erhalten ein bombastisches Finale, dass die große Rahmenhandlung um den Bösewicht Thanos abschließt. Mit einer Handlungszusammenfassung tue ich mich bei diesem Film besonders schwer, da hier sehr viele sehr sensibel sind, was eventuelle Spoiler angeht. Jeder möchte scheinbar vollkommen ohne Vorwissen in den Streifen gehen, was ich respektiere. Darum kommt von meiner Seite nur eine grobe Zusammenfassung des Setups und ich werde mich auch im Laufe meiner Review recht vage ausdrücken um euch Lesern keine Überraschungen zu verderben. avengers-endgameWenn ihr euch noch an “Avengers: Infinity War” erinnert steht es mies um die Welt… ach was, das gesamte Universum. Der lila Obermotz Thanos schaffte es alle legendären Infinity-Steine zu sammeln, womit er die Macht eines Gottes in der Hand hält und seinen perfiden Plan durchführte. Trotz der Bemühungen aller Superhelden der Marvelfilme löschte so Thanos mit einem Fingerschnipsen die Hälfte aller Lebewesen aus um die von ihm erstrebte Balance im Universum zu erschaffen. In Endgame finden wir uns in einer Welt wieder die mit diesen massiven Verlust klarkommen muss. Einige, wie Captain America gehen recht “gesund” mit der Situation um. Andere, wie Donnergott Thor sind am Boden zerstört und werden von Schuldgefühlen zerfressen. Es werden Pläne geschmiedet Thanos zu finden und seinen Schnipser rückgängig zu machen. Wirkliche Fortschritte im Zurückbringen der Ausgelöschten machen die Avengers aber erst als sie unerwarteten Besuch erhalten. „Avengers: Endgame“ ist ein Finale, das dem Hype gerecht wird und so ziemlich alles abliefert was man sich für ein solches erwünschen könnte. Obwohl der Film satte 3 Stunden lang ist, war mir zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn es passiert viel und die Handlung ist äußerst abwechslungsreich – jeder Akt in Endgame könnte schließlich einen eigenen Film füllen. Während man zu beginn noch eine eher depressive Stimmung gegeben durch das Aftermath des „Infinity Wars“ hat, stellt sich gegen Mitte die von Marvel so gut geschmierte Kombination aus Action, Spaß und Dramatik ein. Wir haben Elemente eines Heist-Films, jede menge Callbacks zur langen Geschichte der Marvelfilme und auch würdige Vollendungen der Charakterentwicklung der meisten Avengers. Zudem schafft es Endgame auch zu überraschen – und zwar positiv. Clevere Storytwists, die einem als Zuschauer auch befriedigen sind eine Kunst, die nicht jeder Film abliefern kann! – *hust hust* Die letzten Jedi *hust* Kleine Makel, die ich anbringen kann mögen vielleicht die Figuren von Hulk und Thor treffen. Die Darstellung beider Figuren ist unerwartet und könnte einem etwas fremdscham fühlen lassen. Allerdings ist zumindest Thors Story mit genügend Humor und emotionalen Background versehen, dass dies die negativen Aspekte eigentlich wieder gut wett macht. Wer jedoch auch nicht gut weg kommt ist Captain Marvel. Carol Danvers hatte ich in ihrem Solofilm bereits leider recht unsympatisch gefunden und in „Endgame“ wird nichts gemacht, was die Figur in ein positiveres Licht rücken würde, da sie kaum in Endgame kaum auftaucht. Sie wirkt immer noch arrogant und ihre Macht bricht fast die interne Logik der Filmreihe für mich – doch da sie wie gesagt nur ein relativ kleinen Auftritt im Film hat, kann ich ohne Probleme darüber hinwegsehen. Doch kommen wir wieder zu den angenehmeren Seiten des Films: Die Dynamik einiger Figuren wie Hawkeye und Black Widdow , sowie hat mir sehr gefallen – hier wurde auch nicht mit Sentimentalität gegeizt. Es ist wieder einmal einfach nur erstaunlich wie das Regie-Duo der Russo Brüder die imense Anzahl an Charakteren und Handlungssträngen suverän jonglieren und zu einer unterhaltsamen und nicht überladen wirkenden Narrative stricken. “Avengers: Endgame” ist ein phänomenales Ende – und ich stehe auf richtig gute Enden, die mein Herz rasen lassen und mir eine Gänsehaut verpassen. Es gab für mich ein paar FUCK-YEAH-Momente, verbunden mit einigen meiner Lieblingsfiguren aus diesem übermächtigen Filmfranchise. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass dies das STAR WARS dieses Jahrzehnts ist. Während Infinity War auf einer düsteren Note endete wie „Das Imperium schlägt Zurück“ bekommt man hier „Die Rückkehr der Jediritter“.

 

Mein Fazit: 8,5 von 10 Hulk Dabs

 

Nach diesem Film kann ich mich nun beruhigt zurücklegen. Meine Durst für Superheldenfilme wurde hier gestillt und ich hätte nichts dagegen, wenn das Marvel Filmstudio zumindest einstweilen die Tore schließen würde. Es wird zumindest schwer hier etwas drauf zu setzen, dass sich genau so verdient anfühlen würde. Realität ist aber, dass Disney schon die nächsten Filme für Spider-Man und Black Panther in der Hinterhand hat. Ob ich nun die kommenden Filme nun genau so verfolgen werde, wie die bisherigen weiß ich noch nicht. Zuerst mal werde ich den fantastischen Endgame noch ein bisschen auf mich wirken lassen.