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Jan 07

“BASKIN” (2015) Review

Ich habe bisher nicht wirklich viele türkische Filme gesehen. Ehrlich gesagt, habe ich nur„Dünyayı Kurtaran Adam“, einem extrem billigen Star Wars-Ripoff von 1982 mal gesichtet. Doch die Türkei hat anscheinend noch mehr zu bieten! Von „BASKIN“ habe ich schon vor ein paar Jahren mal gelesen und seit dem saß der Streifen auf meiner Watchlist. Also was passiert so nennenswertes in „BASKIN“?

baskin-2015-reviewFünf Polizisten sitzten gemeinsam in einem ansonsten leeren Restaurant. Sie tauschen einige versaute Annektdoten aus, während um sie herum schon ein paar mysteriös wirkende Dinge geschehen. Als die Cops dann in ihrem Einsatzwagen wieder aufbrechen werden sie über Funk zu einem etwas abgelegenen Dorf gerufen. Obwohl die Polizisten ein paar üble Gerüchte über den Ort gehört haben machen sie sich auf den Weg. Allerdings ist allein die Hinfahrt mit seltsamen Zwischenfällen gespickt und der Zielort selbst ist quasi ein Abstieg in die Hölle.

 

Bei „BASKIN“ handelt es sich um das Spielfilmdebüt des Regisseurs Can Evrenol. Dieser hat mit einem Budget von gerade mal 350.000 US-Dollar ein Remake seines eigenen kleinen Kurzfilmes gedreht. Nachdem in „BASKIN“ erst mit einigen rätselhaften und unheimlichen Visionen und Zwischenspielen vorgelegt wird, geht es später im Film richtig rund. Es wird makaber, blutig und pervers – ich fühlte mich etwas an Sachen wie „Silent Hill“ erinnert – man versteht nicht wirklich was da passiert, aber dass es ziemlich krass ist und treibt die Protagonisten in den Wahnsinn. Ein ordentlicher Pluspunkt für den Gruselfaktor ist Mehmet Cerrahoglu. Er schauspielerte in diesem Film zwar das erste mal, schaffte es aber nicht nur wegen seines von Natur aus eigentümlichen Aussehens zu überzeugen. Der Film macht mir als Horrorfan natürlich eine Menge Spaß, aber die Narrative hat ein paar Schwächen. Der eine oder andere Twist wirkt etwas weit her geholt oder einfach etwas zu konfus um mich wirklich zu überzeugen. Alles in allem jedoch ein starker Horrorfilm, vor allem wenn man bedenkt wie der Film gedreht wurde. Nicht jeder traut sich in den konservativsten Ecken der Türkei einen Film voller satanistischer Symbolik zu drehen in dem nackte, blutverschmierte Leuten schreiend durch die Nacht taumeln.

daumen-hoch

Mein Fazit: Daumen nach oben
Für meinen Geschmack ist „BASKIN“ vielleicht etwas zu verworren, doch der Film glänzt mit seinen schockierenden und grotesken Bildern. Definitiv ein gefundenes Futter für Fans von surrealen Horror abseits von Hollywood.