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Mrz 18

“Castlevania : Lords of Shadow : Mirror of Fate” Review

Meine Fresse… Ihr denkt es euch doch auch oder? Ich mein den Titel des Spiels. Der ist verflucht lang. Anscheinend ist ein Untertitel nichtmehr genug! Ich werd mir auf jedenfall nicht nocheinmal die Mühe machen das komplett auszuschreiben! Aber kommen wir doch lieber zum Spiel selbst!
Mirror of Fate ist ein Game für den Nintendo 3DS, dass das 2010 erschienene Castlevania-Reboot “Lords of Shadow” fortsetzt. Konami hat damals kurzerhand das komplette Castlevaniauniversum umgekrempelt und die Herkunft von Dracula und seine Verbindung zu dem vampirjagenden Belmontclan erklärt. In Lords of Shadow wurde nämlich am Ende aus Gabriel Belmont selbst Dracula. Auf dem 3DS begleitet man nun Gabriels Nachkommen dabei wie sie versuchen dem Vampirlord ordentlich auf die Fresse zu haun. Abgesehen von einem kleinen Tutoriallevel, bei dem man Gabriel spielt bevor er zu Dracula wurde, übernimmt man im Laufe des Spiels die Rolle von 3 Charakteren: Simon Belmont (Bekannt aus Castlevania 1&2), Alucard (bekannt aus Castlevania 3 und Symphony of the Night) und Trevor Belmont (ebenfalls aus Castlevania 3). Was die Story weiterhin anbelangt möchte ich nicht zuviel verraten, aber zwei der Charaktere bewegen sich gleichzeitig im Schloss und begegnen sich hin und wieder, während der Handlungsstrang des dritten 30 Jahre früher angelegt ist. Außerdem haben alle Charaktere, sowie Dracula eine familiäre Verbindung zueinander, was im Spiel zwar für viel Drama, aber wenig Überraschungen sorgt.
Man muss aber sagen, das die Präsentation klasse ist! Die Grafik kann sich sehen lassen – Im eigentlichen Spiel, sowohl auch in den Cel-Shading-Zwischensequenzen. Warum man zwei unterschiedliche Grafikstile hier benutzte ist mir schleierhaft, aber beides hat seinen eigenen Charme. Die orchestrale Musik gefiel mir sehr gut und trägt viel zu Stimmung des Spiels bei!

Story, sowie Gameplay sind ein Mischmasch aus dem NES Klassiker Castlevania 3, dem sogenannten PS1-Ableger Castlevania: Symphony of the Night und dem PS3 Titel Castlevania Lords of Shadow. Wie bei Symphony of the Night bewegt man sich nach Vorlage der Metroidspiele in einem 2 Dimenionalen Schloss. Immer wieder findet man Passagen, die man erst später, nach dem Erhalten neuer Gegenstände oder Fähigkeiten passieren kann. So kommt man erst auf die andere Seite einer Klippe, wenn die Peitsche ein Upgrade erhält, dass einem das Schwingen ermöglicht, oder man kann erst durch den Säurewasserfall, nachdem einem die Geisterfrau als Schutzschild zur Seite steht. Der Kampf hingegen erinnert mehr an eine 2D-Übersetzung des “God of War”-ähnlichen Lords of Shadow. Man schlägt mit seiner Vampikillerpeitsche in großen Bögen nach den Gegnern und haut dabei mehrere Combos raus, von denen man dank Erfahrungspunkten und Level-Ups immer mehr lernt. Die bombastischen und vorderden Bosskämpfe und einige Zwischensequenzen sind leider mit Quicktimeevents versehen, die mir oft den Nerv geraubt haben. Warum ist es z.B. nötig beim öffnen einer Truhe B B B B B B B B B zu drücken, bis einem der Daumen abfällt? Die Steuerung der Helden und Antihelden des Spiels fällt leider erstmal recht zäh aus. Erst in der zweiten Hälfte bekommt man einen Doppelsprung, der das Ausweichen und vorankommen in Draculas Schloss deutlich angenehmer macht – dann hat man auch genügend Skills gesammelt um wirklich anständig kämpfen zu können.

Mein Fazit zum Spiel:
Mirror of Fate macht einiges schlecht und einiges gut. Ich hatte zwar viel Spaß beim Durchzocken, aber vor allem am Anfang bewegt sich die Spielfigur für ein so actionreiches Kampfsystem zu lahm. Irgendwie wollten die Entwickler zu viel in das Spiel einbauen. Wenn man weniger Charaktere oder Fähigkeiten hätte, diese aber besser integriert und ausgenutzt würden, wäre unterm Strich ein besseres Game entstanden. Der Mix von alt und neu ist zwar grundsätzlich keine schlechte Idee, aber das Spiel weiß einfach nicht was es eigentlich sein will. Mirror of Fate gehört zwar nicht zu den besten Castlevanias, aber ein cooler 2D-Action-Plattformer ist es trotzdem und die Story ist trotz fehlender Spannung für Fans sehr interessant. Ich möchte euch keinesfalls von dem Titel abraten, aber ihr solltet mit dem Kauf noch warten, bis “Mirror of Fate” etwas günstiger ist!

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  1. Retroreview Castlevania » Degl-Toons

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