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Aug 27

Comictipp “WOLVERINE – OLD MAN LOGAN”

Ich bin in den letzten 4 Jahren zu einem richtigen Comicnerd geworden, besonders das Marveluniversum hat es mir angetan. Ich war zwar schon immer ein Fan von Spiderman und Co., aber die bunten Haftchen hab ich mir damals nie gekauft, was auch damit zusammenhing, dass man die in einer Kleinstadt nur schwer bekam. Aber es gab eine Initialzündung für mich, der Moment, in dem ich anfing mir Sammelbände im Internet zu bestellen, in die nächste größere Stadt zu fahren um dort die Auswahl an Comicheften zu durchstöbern und mir Digitalcopys, für mein Tablet herunter zu laden. Der Comic, der diese Begeisterung in mir auslöste war Mark Millar’s 8-teilige Miniserie “Wolverine – Old Man Logan”! Eine düstere Geschichte, die eine alternative Zukunft des Marveluniversum zeigt und voller Eastereggs und Fuck-Yeah-Momenten steckt!

Wolverine-Old man LoganIn “Wolverine – Old Man Logan” ist der mürrische kanadische Mutant ein gebrochener Mann. Er hat sich ins amerikanische Hinterland verzogen und lebt dort auf einer Farm mit Frau und Kindern. Seine Krallen hat er seit Jahren nicht mehr ausgefahren. Er ist Pazifist seit dem folgenschweren Tat, als sich die Bösewichte des Marveluniversums wie Red Skull, Magneto und Kingpin zusammentaten um die Helden zu überrennen. Die Fießlinge haben gewonnen und haben nun die USA unter sich aufgeteilt. Red Skull herrscht als Präsident an der Ostküste und an der Westküste regiert der Inzestoöse Clan der Hulks. Auf dem Land der Redneck-Sprösslinge des inzischen wahnsinnig gewordenen Bruce Banner lebt auch Logan, der den Grünhäuten immer unverschämtere Geldbeträge geben muss, damit sie ihn und seine Familie verschonen. Als dann der Punkt erreicht ist, an dem Logan nicht mehr zahlen kann nimmt er wiederwillig ein Angebot des inzwischen erblindeten Hawkeye an. Zusammen sollen die beiden einen Koffer mit mysteriösen Inhalt durch das komplette Land schaffen. Auf den Weg durch das, an die Mad Max-Filme erinnernde, dystopische amerikanische Hinterland treffen sie auf viele Gefahren und einige alte Bekannte.

Mark Millar zählt nicht umsonst zu den ganz großen im Comicgeschäft. Auf seinen Mist wuchsen “Wanted”, “Kick Ass”, “The Ultimates” und “Civil War” – bei letzteren arbeteite er wie auch hier mit dem Zeichner Steve McNiven zusammen, dessen realistisch-dreckiger Stil und seine detailverliebten Bilder ein besonderes Lesevergnügen aus “Wolverine – Old Man Logan” machen. Jedes Panel wirkt wie ein kleines Kunstwerk in das man minutenlang hineinstarren könnte um jede mitunter sehr blutige und brutale Einzelheit aufzusaugen. Die Geschichte selbst wäre eine ideale Vorlage für einen FSK-18-Blockbuster-Spielfilm, (falls sich irgendwann einmal sämtliche Filmrechte der einzelnen Marvelhelden unter einem Dach befinden) denn bei der Endzeit-Roadtrip mit Wolverine und Hawkeye ist in keinem Moment langweilig. Es ist genauso interessant zu sehen wie Logan sich mehr oder weniger pazifistisch, aber innerlich kochend durchschlägt als auch wenn er dann schließlich ans äußerste getrieben die innere Bestie rauslässt und wieder das macht was er am besten kann! Denn wie wir wissen ist Wolverine der Beste in dem was er tut – und das was er tut ist nicht besonders nett.

Wenn ich den “Wolverine – Old Man Logan”-Sammelband mit seinen 224 Seiten mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es “BADASS”! Ich kann jeden, der einmal sein Glück mit Graphic Novels und Comics versuchen möchte nur diesen Schinken ans Herz legen, denn bei mir war es Liebe auf den ersten Blick!

Weiter Tipps von mir zu erstklassigen Comicsammelbänden!

“The Incredible Hulk – Planet Hulk”

“Hawkeye – My Life as a Weapon”

“Iron Man – Extremis”

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  1. “LOGAN – THE WOLVERINE” Review » Degl-Toons

    […] er versucht in Alkohol zu ertränken. Das hört sich zwar etwas nach der allseits beliebten Comic „Old Man Logan“ an, aber darüber hinaus gibt es nur wenig Gemeinsamkeiten mit dessen Handlung. Weiter im Text: […]

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