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Jun 10

„DEADPOOL 2“ (2018) Review

Mit Infinity War wurde offiziell die Blockbustersaison 2018 eröffnet. Nachdem sich nun der langsam der Staub um die Avengers gelegt hat, können wir uns mit der zweitmeisterwarteten Comicverfilmung befassen! Die Fortsetzung des weltweit erfolgreichsten R-Rated Film aller Zeiten wurde mit hohen Erwartungen herbeigesehnt und ich bin auch kurz nach meiner Rückkehr aus Japan ins Kino gedüst um euch meine Meinung aufzutischen. Reden wir kurz über die Handlung:

deadpool-2Dem witzereißenden Deadpool ist zur Zeit weniger gut zumute. Sein Job als plappernder Auftragskiller (der aber nur die richtig bösen Jungs umnietet) führt dazu, dass er seine große Liebe Vanessa verliert. In Trauer schwelgend stolpert er über Russell, einen jungen Mutanten, der in einem Heim lebt und dort misshandelt wird. Die beiden freunden sich schon fast an, als Cable auftaucht. Ein riesiger, grimmiger Typ mit Roboterarm und Laserkanone aus der Zukunft, dessen einziges Ziel es ist Russell in unserer Gegenwart zu töten. Um dies zu verhindern castet Deadpool ein Team aus Mutanten, dass er flux „X-Force“ nennt.

Deadpoolfans können hier beruhigt ins Kino gehen. Ryan Reynolds geht wieder in seiner Paraderolle auf und macht vor keinem Witz halt. Deadpool 2 ist trotz wechselnden Regisseurs genau so brutal, versaut und witzig wie der erste Teil. Die neuen Figuren um den Söldner im roten Strampelanzug Russel, Cable und Domino fügen sich wunderbar in dem Film ein, allerdings leiden die Nebenfiguren aus Teil 1 etwas darunter. Besonders was Morena Baccarins Rolle Vanessa angeht hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Und die restliche X-Force ist im Film bei weitem nicht so präsent wie es einem die Trailer glauben lassen wollen. Auf eine gewisse Art erinnert mich „Deadpool 2“ an „Guardians of the Galaxy Vol. 2“: Obwohl beide Streifen was Humor und Qualität angeht gut mit ihrem jeweiligen ersten Teil mithalten können, fehlt einem etwas der Kick, der Wow-Effekt. Deadpool hat damals ordentlich frischen Wind in das Comicgenre geblasen, aber sowas funktioniert eben nicht zweimal hintereinander auf die gleiche Weise.

Mein Fazit: 6,5 von 10 Babybeinen

Viele Gags, Cameos, und Eastereggs für Comicfans, sowie eine volle Ladung derben Humors und blutiger Action bietet die Deadpool-Fortsetzung. Der Film versucht einem zwar das eine oder andere Mal den Boden unter den Füßen wegzuziehen, aber irgendwie erwartet man so etwas von Deadpool einfach. Das meiste, was man über „Deadpool 2“ sagen kann, wurde bereits über den ersten „Deadpool“ gesagt, wieso meine Review auch verhältnismäßig kurz ausfällt.