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Feb 24

“DEADPOOL” Review

Deadpool CoverHeute könnt ihr das erste mal auf dieser Amateurseite eine RICHTIGE Review lesen. Diesen Christian habe ich an den Heizkörper gekettet und einen schönen roten Gummiball in die Schnute gesteckt. Eventuell werde ich ihn auch noch wo anders einen zweiten Ball stecken – mal sehen. Vielleicht habt ihr es schon erraten, aber heute habe ich, der einzigartige Wade Wilson alias DEADPOOL Degl-Toons.de übernommen! Ist doch klar, dass ich der beste bin um euch zu sagen wie verdammt klasse mein eigener Film ist! Also Mädels und Jungs, haltet euch fest, denn endlich müsst ihr euch hier nicht mehr langweilen! Das bedeutet ihr könnt kurz den Porno in eurem zweiten Tab pausieren und in aller Ruhe lesen wie ich mich selbst und meinen eigenen Film lobe!

Um euch jedoch nicht völlig durcheinander zu bringen behalte ich mal übergangsweise das öde Format der Flachzange bei, die hier normalerweise schreibt. Kommen wir also zur Zusammenfassung der unbeschreiblich epischen Handlung von „DEADPOOL“:

Oh Leute, ich bin so richtig auf Rache aus. Blutige Rache – kalt und klingonisch, wenn man so will. Denn so ein mieser Arsch namens FRANCIS hat mich so richtig aufs Kreuz gelegt. Im übertragenen und fiesen Sinn, nicht im romantischen. Die Sache ist die, ich hatte eine Freundin namens Vanessa. Das perfekte Mädel – richtig heiß und genau so durchgeknallt wie meine Wenigkeit. Es lief verdammt gut mit uns, aber dann schlich sich Mr. Krabs, ähm, Krebs in meinen Adoniskörper. Den ganzen Mist mit Chemo wollte ich Vanessa jedoch nicht antun. Zum schluss wäre ich noch abgenippelt und Vanessa hätte mich als leblosen Zombie in Erinnerung. NEIEN! Stattdessen habe ich mich auf ein zugegebener Maßen zwielichtiges Angebot eingelassen. Der Pisser Francis, beziehungsweise sein unterbelichteter Handlanger versprach mir Heilung in seinem Versuchsprogramm. Hey, ich sollte sogar Superkräfte bekommen. Das ich da jedoch eigentlich nur ausgenutzt werden sollte konnte ich ja nicht ahnen. Gut, ich kann mich jetzt Heilen – noch viel besser als Wolverine, aber dafür sieht mein Gesicht jetzt aus als hätte man es aus alter Mettwurst geformt. So kann ich meiner Liebsten nicht unter die Augen treten. Meine Mission ist also klar: Francis dazu zwingen meine Visage wieder in Ordnung zu bringen und dann mit seinem Hirn die Hauswand streichen. Bevorzugt in dieser Reihenfolge.

Nun wisst ihr was ich in meinem Film so vorhabe. Zugegebener Maßen, das ist jetzt nicht die originellste Geschichte. Etwas Superheldenfilm-Malen-nach-Zahlen. Na gut, aber was erwartet ihr von meinem Regisseur Tim Miller? Der Typ hat bisher noch nie einen Film gedreht. Bei „Thor: Dark Kingdom“ durfte er zwar ein paar mal die Second Unit rumscheuchen, doch ansonsten ist er ein totaler Anfänger. Aber hey, er hat seinen Job klasse gemacht. Vermutlich hat ihn Ryan Reynolds ordentlich auf die Finger gesehen. Nachdem dieser in Green Lantern, Blade 3 und nicht zu vergessen X-Men Origins: Wolverine genügend Comic- und Filmfans beleidigte, konnte sich der Schönling wohl nicht leisten nochmal Scheisse zu bauen. Mal ehrlich, die mundlose Mistgeburt, die er in dem Wolverinefilm gespielt hat und „Deadpool“ genannt wurde hatte mal garnichts mit mir zu tun. Dafür fängt mein eigener Film meinen fantastischen Charakter in all seinen bunten Facetten ein! Aber nicht nur bei meiner bescheidenen Person wurde ordentlich verbessert. Der X-Men-Pfadfinder Colossus, der auch in meinem feinen Filmchen mitspielen darf ist bei weitem gelungener als in all den anderen X-Men Filmen! Da stimmt mir sogar Christian zu, oder? Du musst doch nicht gleich weinen Christian, ich bin ein ganz zärtlicher Typ. Ich hätte dir zum Beispiel ein viel größeres Messer ins Bein stecken können. Kommen wir wieder zu euch, ihr sexy Leser. Ich muss euch noch etwas über meinen monumentale Filmerfolg erzählen. Mit nur schlappen 60 Millionen wurde diese autoerotische Fantasie geschaffen und trotz dem amerikanischen R-Rating befinde ich mich gerade auf einem wahren Höhenflug. Hey, ich habe nie an mir gezweifelt, aber es gibt ja ein paar Dussel in Hollywood, die da nicht überzeugt waren. Denen habe ich ordentlich gezeigt wo der Hammer hängt! Ich breche Lanzen für erwachsenen Filme und Filmprojekten mit mittleren Budget. Diese werden in letzter Zeit immer seltener. Ihr wisst schon, die Lahmärsche in Hollywood setzten doch nur noch auf riesige Franchises, denen sie dann zweihundermillionen in den Arsch blasen und auf Kinderfreundlich trimmen, damit es auch ja erfolgreich wird. Und jetzt komm ich daher: Humor, der manchmal schon stark an der Grenze des guten Geschmackes schrammt, ultrabrutale Gewalt und gerade mal ein Bruchteil der Kosten, die sonst so für Rächer und Sternenkriege ausgegeben wird. Vielleicht lernen die Anzugaffen mal was daraus! Und wenn nicht von mir, von wem denn sonst? So, Christian, wie viele Punkte willst du meinem Film geben? Ach so, der Gummiball im Mund. Zeig mir einfach mit den Fingern wieviele Punkte du geben willst.

7,5 von 10 Fingern von Christian, die restlichen müssten hier irgendwo rumliegen.

Wie euch euer gefesselter Freund Christian bestätigen wird, zeigt euch der Trailer meines Films eigentlich ziemlich gut, was ihr von meinem Film erwarten könnt. Mögt ihr Gewalt, satirischen Humor und viele Referenzen an andere Filme? Da seid ihr bei mir an der richtigen Adresse!

So, jetzt hau ich wieder ab. Nerds wie dieses langzottelige Vierauge finden es vielleicht erfüllend seine Meinung über Filme selbstverherrlichend im Internet kund zu tun, aber so richtige Kerle wie ich onanieren lieber. Wo ist mein Einhornplüschtier? Deadpool sagt adios!

2 Pings

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  2. Rückblick auf das Kinojahr 2016 » Degl-Toons

    […] Deadpool bis Deadpool erschien und den Leuten in Hollywood bewies, dass man mit einem Film den das jugendliche Publikum nicht sehen darf trotzdem ordentlich Kohle verdienen kann, wenn man den Fans eben das gibt, was sie wollen! Der Film Deadpool war genau so wie ein Film über Deadpool sein sollte. Er enthielt die Gewalt, den oftmals grenzwertigen Humor und die bösen Seitenhiebe, die Deadpool eben ausmachen. Vielleicht lernt Hollywood daraus und achtet in Zukunft vielleicht darauf, dass sie beim Adaptieren eines Materials auch berücksichtigen nicht das auf der Strecke zu lassen, was eben jene Vorlage so attraktiv macht. […]

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