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Okt 18

„DER MARSIANER“ Review

Es ist Oktober und ich sollte mich eigentlich darauf konzentrieren euch mit Reviews zu Horrorfilmen zu bombardieren. Doch wenn ich mich dann und wann mal ins Kino schleiche um etwas anderes wie Monster und Vampire zu sehen, dann will ich euch meine Meinung davon trotzdem nicht vorenthalten. Ein Film, auf den ich mich schon länger freue ist „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“. Wie der Streifen ist erfahrt ihr nach dieser kurzen, aber dennoch äußert informativen Handlungszusammenfassung:

Der Marsianer TitleIm Marsianer geht es recht schnell zur Sache. Bereits in den ersten Minuten des Films ist die Crew der bemannten Marsmission ARES III wegen einem gewaltigen Sturm gezwungen den roten Planeten zu evakuieren. Von seinen Kameraden getrennt und für tot gehalten wird Mark Watney auf dem Mars zurückgelassen. Watney ist nun vollkommen auf sich allein gestellt, doch der Überlebenswille des gewitzten Botanikers und Ingeneurs ist nicht zu unterschätzen. Mark krämpelt die Ärmel hoch und beginnt einen Plan auszuarbeiten wie er in dieser lebensfeindlichen Umgebung aushalten kann. Denn eines hat er sich fest vorgenommen, er geht nicht drauf. Derweil ist Missioncontrol auf Erde auch nicht auf den Kopf gefallen. Sie bemerken, dass Mark anscheinend noch lebt und müssen sich überlegen wie sie mit dieser heiklen Situation umgehen.

Andy Weirs Debutroman „The Martian“ schaffte es sofort die Aufmerksamkeit von Hollywood auf sich zu lenken. Drew Goddard, der auch hinter „Cabin in the Woods“ und der Netflix-Daredevil-Serie steckt, arbeitete das Drehbuch aus und auf dem Regiestuhl nahm Herr Ridley Scott platz. Ridley, wenn du das hier liest möchte ich mich bei dir entschuldigen. Ich habe viel schlechtes in den letzten Jahren von dir erzählt. Filme wie dein Robin Hood schrecklich öde und Prometheus bat mir soviel Material zum lästern, dass ich einen eigenen Artikel über die ungereimtheiten des Films schreiben konnte. Doch der Marsianer war echt klasse. Ganz großes Kino. Erstmal ist es schon fantastisch mal wieder einen richtigen glaubhaften Science-Fiction Film zu sehen. Alles im Film, ist wie im Roman auch, nur einen kleinen Sprung in die Zukunft versetzt. Sämtliche Technologien und Begebenheiten sind so realistisch wie möglich. Andy Weir hat sich bei der Recherche wirklich ein Bein ausgerissen. Erwähnenswert sind auch die fantastischen Effekte. Der Mars hat noch nie so echt gewirk, was der Atmosphäre und der Glaubhaftigkeit nur hilft. Scott, als erfahrener Regiesseur schafft es die Handlungsstränge von Mark auf dem Mars und den emsigen NASA-Arbeitern auf der Erde ausgeglichen zu jonglieren. Kein Moment kommt einen langweilig vor. Gravity und Interstellar können meiner Meinung nach bleiben wo der Pfeffer wächst – Der Marsianer ist da ein schönes Stück besser. Und wenn wir schon bei Interstellar sind. Es ist schon etwas witzig, wenn man bedenkt, dass erst da Matt Damon und Jessica Chastain mitspielten und hier auch einen Weltraumtrip erleben. Ähnlich lustig ist, dass sich die restliche Raumschiffbesatzung als Schauspieler aus aktuellen Marvel Comicverfilmungen entpuppen. Sebastian Stan, der Winter Soldier, Michael Pena aus Ant-Man und Kate Mara aus dem gefloppten Fantastic Four Reboot. Die Jungs und Mädels bei der Nasa werden auch von einem durchgängig coolen Cast gespielt. Ob Sean Bean als Missionsleiter oder Donald Glover aus Community als etwas flippiger Astrophysiker. Jedes mal wenn man ein neues Gesicht auf der Leinwand sah hatte ich ein erfreutes Grinsen im Gesicht, weil der Streifen so klasse besetzt ist. Bodenständigkeit ist jedoch dass, was diesen Film auszeichnet. „Der Marsianer“ braucht keine ultraepische Filmmusik, viel Pathos, Action und philosophische Botschaften. Es genügen sympatische Charaktere mit nachvollziehbaren Motiven und ein hauch Diskomusik.

 

8 von 10 Marskartoffeln

Ein Mix aus Robinson Crusoe und Appollo 13. Ein Science-Fictionfilm, der so gut unterhält wie er realistisch ist. Ein intelligenter Blockbuster, der dramatisch ist, aber  trotzdem Spaß macht. Einer der besten Filme des Jahres. Ridley Scott, ich bin was dich angeht wieder an Bord. Bravo! Mehr davon!

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  1. “THE SHALLOWS” Review » Degl-Toons

    […] Film. The Shallows kann man am besten als Survival-Thriller bezeichnen. Ähnlich wie in „Der Marsianer“ ist unsere Hauptfigur vollkommen auf sich gestellt und muss sich aus einer lebensbedrohlichen […]

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