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Dez 18

Drei Kurzfilmtipps

Kurzfilme sind eine feine Sache. Man muss sich nicht den ganzen Abend frei halten um einen an zu sehen und kann so gleich mehrere in einem überschaubaren Zeitraum ansehen. Fantastisch, oder? Es gibt eigentlich keinen Filmemacher, der nicht mit schön knappen Filmchen zeigte was er so auf dem Kasten hat. Hier möchte ich euch drei Kurzfilme vorstellen, die ich immer wieder gerne mal ansehe und die die Karriere ihrer Macher geebnet hat. Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und schaut euch die 3 Streifen mal an. Viel Spaß

 

„ALIVE IN JOBURG“
Neil Blompkamp wurde vor einigen Jahren von Peter Jackson entdeckt und beeindruckte mit seinem Sci-Fi-Film „District 9“. Dieser Film basiert auf seinen eigenen Kurzfilm „Alive in Joburg“. Bereits hier hatte Blompkamps Kumpel Sharlto Copley eine kleine Rolle und so startete dieser Kurzfilm die Karrieren von beiden. Das was bei Alive in Joburg zum denken anregt, ist, dass die Menschen, die in dem Film über die Ausserirdischen reden echte Leute sind, die eigentlich zu den Flüchtlingen aus Simbabwe befragt wurden. Diese Statements zu den gefährlichen Aliens galten eigentlich Flüchtlingen.

 

„PREHISTORIC BEAST“
Was Special Effects angeht gibt es eine Zeit vor Jurassic Park und nach Jurassic Park. Dieser läutete das Zeitalter der digitalen Effekte ein. Jemand, dessen Geschichte stark mit diesen Wandel verwoben ist, ist Phil Tippett, einem Special Effekt Künster der alten Schule. Er arbeitete an der Original Star Wars Trilogie mit und war ein Meister der Go-Motion-Animation. Die AT-ATs, die riesigen imperialen Geher aus „Das Imperiam schlägt zurück“ – diese Effekte wurden von Phil gemacht. Man könnte sagen, dass er das Erbe von Ray Harryhausen antreten hätte können, wären seine Techniken bald vom Computer abeglöst worden. Tippett sollte für Jurassic Park nämlich die Dinosaurier mit im Go-Motion Verfahren animieren. Sprich, es wird eine kleine Puppe eines Dinos genommen, von ihm ein Bild gemacht, die Puppe wieder etwas bewegt, wieder ein Bild gemacht und dies so lange, bis man 24 Bilder pro Sekunde hat und es so aussieht als würde sich die Puppe wie ein echter Dino bewegen. Aufwendig, zeitraubend, und nicht so überzeugend wie ein digitaler Effekt, aber trotzdem wunderschön. Tippett war zwar bereits für den Film angeheuert, wurde jedoch von Computern ersetzt. Naja, fast. Die Programmierer konnten zwar die Dinos auf den Bildschirm zaubern, aber es war Tippett, der dafür sorgte, dass sich die Computermodell auch richtig bewegten. So, jetzt habe ich lange über Phil Tippett und Jurassic Park geredet, aber was hat das mit dem folgenden Kurzfilm zu tun, fragt ihr euch. Tippett hat bereits davor an einem kleinen Dinofilmchen gearbeitet, der ihn vermutlich seinen Job als „Dinosaur Supervisor“ in Jurassic Park einbrachte. Prehistoric Beast ist nichts anderes als der letzte Tag im Leben eines Monoclonius, befor er vom mächtigen Tyrannosaurus vernascht wird. Ich finde die Atmosphäre im Film genial. So ein Werk über Dinosaurier hätte ich gerne als abendfüllenden Spielfilm.

Phil Tippett’s Prehistoric Beast von FultonDylan

 

„VINCENT“
Wer ist der Lieblingsschauspieler von Tim Burton? Nicht Johnny Depp, ich meine von welchen Schauspieler hat Tim Burton am liebsten die Filme an gesehen? Vincent Price! Altmeister des Horrors und ein echter Vorzeigegentleman. Vincent Price spielte in klassischen Horrorfilmen wie zum Beispiel „Die Fliege“, „Last Man on Earth“ (Dem Original von I Am Legend) , dem Original „House of Wax“ und „Pendel des Todes“ die Hauptrollen. Tim Burton ist immer noch großer Anhänger des 93 verstorbenen Price, der seither eine Inspiration für ihn war. Als Burton 1982 für Disney einen Kurzfilm drehte wählte er eine schon fast autobiographische Geschichte über einen jungen namens Vincent, der ebenso wie Burton, von Vincent Price besessen ist. „Vincent“ etablierte nicht nur Tim Burtons bizarren Animationsstil, sondern trieb auch den bestmöglichen Erzähler für den Film auf: Vincent Price höchstpersönlich.

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  1. “ROBOCOP 2″ Review » Degl-Toons

    […] unerwähnt zu lassen. Dieser wird hauptsächlich von den Stop-Motion-Effekten des großen Meisters Phil Tippett dargestellt. Robocop 2 ist ein riesiger, fieser Haufen Metall mit einem detailreichen, jedoch […]

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