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Jan 16

“EDGE OF TOMORROW” Review

Alle paar Jahre liefert Tom Cruise einen neuen Sience-Fiction Film ab und meistens sind diese recht passabel. 2013 war dies “Oblivion” und 2014 spielte er die Hauptrolle in “Edge of Tomorrow”, einer amerikanischen Verfilmung eines japanischen Romans. Als der Streifen im Kino lief wollte ich ehrlich gesagt noch nicht rein, da ich zuerst das Buch lesen wollte. Sobald ich dann Zeit dafür gefunden hatte, lief der Film schon nicht mehr und ich durfte auf den DVD-Release warten. Jetzt habe ich allerdings Buch und Film verinnerlicht und kann euch eine tolle doppelte Review abliefern!

Edge-of-TomorrowIm Film spielt Tom Cruise einen relativ feigen und trotteligen PR-Mann des Militärs dem nichts ferner liegt als zur Front zu gehen. Durch ein Verkettung von Ereignissen muss er nun aber genau dort hin. Er wird in ein Roboter-Kampfanzug gesteckt und muss auf dem europäischen Festland gegen eine Invasion von außerirdischen Monstern, Mimics genannt, kämpfen. Als kompletter Neuling überlebt er natürlich nicht sonderlich lange. Doch als es scheint als habe sein letztes Stündlein geschlagen findet er sich plötzlich in der Kaserne wieder – einen Tag VOR dem Angriff, bei dem er das Zeitliche segnet. Tom Cruise’s Figur befindet sich also in einer Zeitschleife. Jedes mal wenn er stirbt wacht er in der Kaserne am Vortag der großen Schlacht auf. Nach einigen unangenehmen Toden und den damit verbundenen Wiederholungen trifft er auf die Full Metal Bitch Rita Vrataski, eine legendäre Soldatin gespielt von Emily Blunt, die anscheinend ebenfalls etwas über diese Zeitschleifen weiß. Zusammen müssen sie nun die Mimics aufhalten.

Also ich ziehe jetzt einfach den gleichen Vergleich, wie jeder andere: Es ist irgendwie eine Mischung aus “Und täglich grüßt das Murmeltier” und “Starship Troopers”. Der Film hat viel Action und Humor, bleibt aber immer recht zahm – es hätte gerne etwas rabiater wie bei Vanderhouven’s Starship Trooper zugehen können. Wie üblich bei solchen Filmen gibt es einige logische Ungereimtheiten, und wenn man den Film mit dem Roman vergleicht, fallen einen die vielen „Amerikanisierungen“ des Plots (darauf kommen wir gleich zurück) auf, aber im Grunde haben wir es mit einen soliden Sci-Fi-Action-Film zu tun. Etwas Zeitreisen, eine Alienarmee, Powersuits und nette Action – genau das richtige um ne Tüte Chips zu essen und ein Bierchen zu schlürfen. Ich wünschte mir ich hätte das Buch nicht zuerst gelesen und hätte so, wie viele andere, den Film ohne Erwartungen angesehen, aber den direkten Vergleich hält die Adaption nicht stand.

 

Mein Fazit: 5,5 von 10 Zeitschleifen

Es ist zwar immer unterhaltsam wenn Tom auf dem Schlachtfeld ist, aber da fehlte mir irgendwie das besondere an dem Film, der richtige Kick! Es hätte für meinen Geschmack ein rauer Ton angeschlagen werden können um so Drama und Action hochzuspielen. Außerdem hätte man das letzte drittel des Films deutlich spannender und klischeefreier Gestalten können.

 

 

“ALL YOU NEED IS KILL” Review

Kommen wir noch schnell zur Vorlage „All you need is Kill“ Das ich mir einen härteren Film gewünscht hätte, rührt daher, dass die Handlung im Buch deutlich düsterer und brutaler ist. Hauptfigur ist der Soldat Keiji der die Zeitschleifenfähigkeit von einem Mimic erbt. Die Krieger, die eher in Mecharüstungen rumlaufen sind schlecht ausgestattet, haben kaum Munition für ihre Waffen die gegen die Mimics sowieso kaum Schaden ausrichten – Die Chancen auf Sieg stehen also immer äußerst gering. Keiji verbessert während seiner Loops stehts seine Kampffähigkeiten um so zu einer menschlichen Waffe zu werden. Er muss, unterwiesen von der legendären Rita Vrataski der allerbeste werden, so wie es bei japanischer Literatur eben so üblich ist. Da im Buch die Zeitschleife anders funktioniert ist die komplette zweite Hälfte völlig anders als im Film. Generell hat mir die Handlung des Romans besser gefallen, denn diese bedient sich weniger an den typischen Hollywoodklischees und geht einem etwas mehr ins Mark. Es ist eine kleine, feine Lektüre, die man sich, als Freund von actiongeladenen Geschichten, gern mal zu Gemüte führen kann.

Mein Fazit: 7 von 10 Zeitschleifen

Ich kann natürlich einfach die Floskel „Das Buch ist immer besser wie der Film“ auspacken, aber in dem Fall sag ich einfach, dass das Buch anders ist wie der Film und das mir die Buchversion mehr meinem Geschmack entsprach.

1 Kommentar

1 Ping

  1. Steff

    Da hada recht.. gesamt guter film, letztes drittel wär jedoch deutlich mehr drin gewesn ;-)

  1. „MISSION IMPOSSIBLE: ROGUE NATION“ Review » Degl-Toons

    […] der Seite  eines startenden Flugzeugs zu hängen. Regisseur Christopher McQuarrie hat schon bei „Edge of Tomorrow“ und „Jack Reacher“ mit Tom Cruise zusammengearbeitet und wie es scheint fruchtet deren […]

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