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Jun 18

FINAL FANTASY VII – Kein Remake für mich

Zur Abwechslung muss ich hier mal wieder etwas über Videospiele schreiben, denn ein aktuelles Thema lässt mich gerade nicht los: Das auf der E3 2019 exzessiv präsentierte Remake des legendären Rollenspielklassikers „FINAL FANTASY VII“. Was das angeht, scheine ich eine recht eigene Meinung zu haben, die ich einfach mal zu Papier bzw. auf meine Homepage bringen muss – es ist Zeit etwas kontrovers zu werden!

 

Bevor wir aber über das Remake reden möchte ich noch etwas über meine Vergangenheit mit Final Fantasy sprechen – generell habe ich schon immer japanische RPGs gemocht, bevor ich überhaupt wusste, dass dies ein eigenes Genre ist. Allerdings hatte ich bis vor kurzem ironischer Weise kaum Berührungspunkte mit den wichtigsten Klassikern des Genres. Meine erste Konsole war der N64, auf dem es quasi gar keine Rollenspiele gab, später auf dem PC habe ich meinen Durst nach dieser Art von Spiel hauptsächlich mit Grandia II und dem guten alten RPG-Maker2000 gestillt. Erst zur Zeit des Nintendo DS habe ich dann mal angefangen Sachen wie das Final Fantasy III Remake zu spielen und mich dann nach und nach an die einen oder anderen Perlen der 16-Bit Ära heranzutasten. Die Final Fantasy Games die auf den Playstations erschien sind habe ich zwar immer spielen wollen, doch mehr als eine Nintendokonsole hatte ich nie im Wohnzimmer stehen. Darum war ich sehr erfreut als FFVII und FFIX für die Nintendo Switch angekündigt wurden. FFIX habe ich gleich verschlungen und geliebt. Im April habe ich dann FFVII als nächstes angefangen und hatte erst mal Startschwierigkeiten. ff7-endWenn man gerade zuvor den neunten Teil der Reihe gezockt hat, der zwar ebenfalls auf der ersten Playstation erschien, jedoch um Welten besser aussah, stoßt einem die Klötzchengrafik von FFVII schon etwas ab. Auch einige Mechaniken – vor allem die Minispiele waren hier schwer verständlich und fühlten sich – abgesehen von der Motorradverfolgungsjagd – einfach nicht gut an. Ich empfand in den ersten Stunden, dass FFIX eindeutig das überlegene Spiel sei und fühlte mich in meiner vorherigen, etwas arroganten Meinung, dass FFVII zwar gut, aber eindeutig überbewertet sei bestätigt… dann passierte jedoch etwas. Nach und nach fingen Story, Charaktere und Gameplay mehr und mehr klick bei mir zu machen. Verdammt, FFVII ist tatsächlich so geil, wie immer gesagt wird – es ist nur gefesselt in den Limitationen und teilweise umständlichen und zähen Spielmechaniken die frühe 3D-Spiele inne hatten. Wie geil wäre es, wenn man hier nochmal Hand anlegen würde, die Ecken und Kanten in Grafik und Gameplay etwas glätten würde? Ein ordentliches Remake müsste her!

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht mehr auf dem Radar, dass Square Enix bereits 2015 angekündigt hatte an einem Remake des PS1-Klassikers zu arbeiten. Es war schon ein großer Zufall, als dann nach ewiger Funkstille um das Projekt im Rahmen der Playstation „State of Play“ Presentation am 9. Mai 2019 um Mitternacht ein neuer Trailer für Final Fantasy VII Remake gezeigt wurde – nur einen Tag nachdem ich das Original auf meiner Switch durchgespielt hatte. Meine Erinnerungen und Gefühle zu diesem Spiel sind also mehr als frisch und werden nicht durch Nostalgie beeinflusst. Fairer weise muss ich zugeben, dass ich von dem Remake-Trailer erst tags darauf erfuhr und ihn anschließend eindringlich ansah. Da wurde mir klar, das ist nicht das, was ich von einem Remake dieses Spieles wollte. Vor kurzem wurde dann auf der E3 noch mehr zum Remake bekannt und diese Informationen haben scheinbar fast alle Zweifler überzeugt – mich nicht. Aber wieso bin ich so ein Miesepeter? Was gefällt mir an dem spektakulären Blockbusterremake von FINAL FANTASY VII denn nicht, obwohl ich unmittelbar zuvor noch von einem modernen Remake geschwärmt habe.

 
ff7-beginDas neue FINAL FANTASY VII hat eine photorealistische Grafik und ein actionlastiges Echt-Zeit-Kampfsystem, wie die neueren Ableger der FF-Serie. Vorbei sind die Zeiten von Charaktermodellen, die wie Lego-Männchen aussehen und statischen Schlachten in denen die Helden und Fießlinge abwechselnd Schläge austauschen. Reden wir zuerst über das Kampfsystem. Die Kämpfe in den alten FINAL FANTASY Spielen waren oft langatmig. Vor allem FFVII, dass erstmals 3D-Grafiken nutzte, wollte diese mit großen und epischen Beschwörungszaubern zur Schau stellen. Wenn man damals einen Angriff wie BAHAMUT ausführte, sah das für PS1-Verhältnise auch spektakulär aus, aber beim 10ten mal verflog die Wirkung dann langsam. Und wenn ich daran zurückdenke, dass der finale Boss im Spiel mehrfach einen Angriff nutzt, dem jedes mal eine ZWEIMINÜTIGE Cutscene vorrausgeht, rollen sich mir immer noch die Zehennägel auf. Doch das Kampfsystem an sich ist grundsolide – dieses Kampfsystem war es, dass die FINAL FANTASY Reihe zu einem Welterfolg machte – dieses Kampfsystem war es, was die Firma Square, später dann Square Enix zum großen Namen in der Szene machte – dieses Kampfsystem ist es, was das komplette Genre des JRPGs auszeichnet. Variation darin ist voll in Ordnung und erwünscht – und auch ein FINAL FANTASY VII kann, wie oben erwähnt gewisse Verbesserungen brauchen. Abbrechbare Animationen im Kampf, eine Verkürzen des benötigten Levelgrindings und ein paar Interfaceanpassungen hätten FF7 gut getan, aber Square Enix setzt nun lieber auf eine komplette Abwendung vom rundenbasierten Kampf. Das ist etwas was mich bei der Vorstellung des Remakes hart getroffen hat. Im Remake wird man seine Hauptfigur wie in einem Actionspiel ala Devil May Cry kontrollieren und direkt auf Gegner einprügeln. Man kann jederzeit zu den anderen Mitgliedern seiner Party wechseln und diese steuern – die Partymitglieder die nicht gerade vom Spieler kontrolliert werden, werden dann vom Computer gesteuert. Sobald sich eine Leiste gefüllt hat, kann man dann in einer Zeitlupenoption Spezialangriffe und so in einem Menü auswählen, was wieder ein paar der Elemente des alten Kampfsystem einfließen lassen soll. Andere beschreiben dieses moderne Kampfsystem als actiongeladen und abwechslungsreich – ich finde es unübersichtlich und chaotisch. Alleine in einer vorgestellten Demo in denen sich die Figuren Cloud und Barrett mit einem Roboter prügeln war die Reizüberflutung spürbar. Während des Kampfes werden Dialoge geführt, in die auch Anweisungen an den Spieler verborgen sind, es fliegen einen bei jedem Schlag Zahlen um die Ohren und man soll diverse Leisten für jede Figur im Auge behalten während man zwischen diesen hin und herwechselt. Vielleicht mag das in einem Kampf 2 Spielerfiguren gegen einen Boss noch einigermaßen koordiniert ablaufen, doch wenn man dann mehrere Spielerfiguren und mehrere Gegner auf dem Feld hat und die Chars der eigenen Party auch noch selbstständig im Kampf agieren fühle ich mich vielleicht nicht direkt überfordert, doch es ist nicht die Art von Kampfsystem der ich mich gern in einem Videospiel widme – insbesondere nicht, wenn es das Remake eines Spiels ist, dessen Kampf ansonsten so klar strukturiert und geordnet ist wie eben FINAL FANTASY VII.

 

ff7-vs-ff9Kommen wir als nächstes zur Grafik, die im Remake wirklich beeindruckend realistisch ist, während das Original beeindruckend hässlich ist. Die bereits erwähnte Lego-Männchen-Optik ist besonders aus heutiger Sicht fast untragbar – und das kommt aus meinem Mund! Ich bin sonst jemand, der normalerweise immer für grafik-schwache Titel einsteht. Ein Spiel muss nach Spielspaß und nicht nach der Grafik beurteilt werden! Als lebenslanger Besitzer von Nintendokonsolen ist dies ja Teil des Kredos, das man ständig wiederholen muss, während alle im Freundeskreis die aktuellen Sony- und Microsoftkonsolen unter dem TV stehen haben und lächelnd auf meine Wii und dergleichen blickten. Doch Butter bei die Fische, die ersten Spiele mit 3D-Polygongrafik gewinnen nicht mal mit einer dicken Nostalgiebrille einen Schönheitspreis und so klotzig wie FFVII aussieht ist es ein wunder, dass das Spiel seine emotionale Tiefe rüberbringen konnte. Es war eine Experimentierphase, die eigentlich nicht lange anhielt. Bereits FFVIII und FFIX sahen DEUTLICH schöner aus, obwohl sie auf der selben Hardware erschienen. Ein Upgrade in Sachen Grafik für FFVII war also mehr als überfällig um jüngere Spieler an diesen Klassiker heranzuführen und den Titel schlicht und einfach wieder vorzeigbar zu machen. Hier hat Square Enix nicht gekleckert, sondern geklotzt: Das FFVII Remake ist grafisch auf dem höchsten Stand der Technik und kann selbst den modernsten Spielen das Wasser reichen. Hier wurde ordentlich Geld in die Hand genommen und Aufwand betrieben um Cloud und Co wie echte Menschen aussehen zu lassen und jeden Angriff in wahre Effektgewitter aufblühen zu lassen. Eine nicht weniger als kinomäßige Inszenierung. Und auch hier bin ich trotz des technisch geleisteten unbeeindruckt. Vorhin habe ich gesagt, dass es unglaublich war, dass das Original trotz der Grafikhürde seine Geschichte so erzählen konnte, nun bringe ich die These, dass es gerade wegen dieser rudimentären Grafik so funktionierte. Die klobigen Polygonbatzen, die die Hauptfiguren darstellten ließen einen mehr Interpretationsspielraum wie das gesagte und erzählte ablief. Es war eine stilisierte Optik wie die der Super Nintendo Titel oder wie man es auch in Zeichentrickanimationen oder noch gröber gesagt bei Puppenspielen vorfindet. Es mag sich doof anhören, aber vielleicht hätte man sich etwas vom klotzigen, oldschoolcharme bewahren sollen. Um mal ein weit her geholtes Beispiel zu nutzen: Es gibt zahlreiche Adaptionen des Kinderbuchs „Urmel aus dem Eis“: Zeichentrickserien, Theaterfassungen und aufwändige Computeranimationsfilme – am beliebtesten ist jedoch immer noch die so veraltete und technisch limitierte Puppenspielfassung der Augsburger Puppenkiste. Das Gleich gilt für den Kinderepos „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Davon gab es 2018 einen aufwändigen Realfilm, den jeder schon wieder vergessen hat – aber die Marionettenfassung hat irgendwie etwas zeitloses. Und ich glaube das lässt sich auch etwas auf ein derartiges Videospiel anwenden. Wie traurig Cloud und Tifa in den Sternenhimmel blicken war einfach etwas persönlicheres, da das Spiel uns nur Anhaltspunkte gab und der Rest Interpretationssache war. Damit will ich mich nicht gegen moderne und realistische Grafiken aussprechen, ich meine nur, dass es damals nicht nur eine technische, sondern auch stilistische Entscheidung war wie das Spiel aussah. Diese Interpretationsfreiheit geht bei fotorealistischen Grafiken verloren, genau so wie ein origineller Artstyle. 2005 buhte jeder „The Legend of Zelda: The Wind Waker“ aus, weil es so cartoonig aussah – heute wird es als eines der schönsten Spiele der damaligen Hardwaregeneration gefeiert. Was ich gerne in einem Remake von FFVII gesehen hätte wäre etwas, dass so aussieht, wie man sich die Figuren damals vorgestellt hatte. Nintendo hat einen guten Job bei ihren Remaks der N64-Spiele „Legend of Zelda: Ocarina of Time“ und „Legend of Zelda: Majora’s Mask“ gemacht. Die Spiele fühlen sich so an wie die Originale, sehen allerdings um Welten besser aus. Das FFVII-Remake auf der anderen Seite sieht aus wie FFXV, oder Devil May Cry oder jedes andere moderne Videospiel mit Animeeinschlag. Es sieht geil aus, ja, aber ihm geht irgendwie die alte Identität ab. Außerdem glaube ich, dass durch die so realistische und ernste Inszenierung viele coole Momente nicht so umsetzbar sind wie im Original. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass in dem neuen FINAL FANTASY VII sich ein Cloud in ein Kleid zwängt und mit Crossdressing in einen Klub kommt, oder dass Tifa und eine der Bösewichtinnen Ohrfeigen auf einer gigantischen Kanone austauschen – das ist witzig und passt in ein oldschool RPG mit simplistischer, putziger Grafik, wirkt jedoch lächerlich und deplaziert in dem ernsten und realistischen Look des Remakes. Wird dies alles gestrichen? Kann es sein, dass gerade durch die aufwändige und lebensechte Grafik Humor und Charme auf der Strecke bleiben? Klar lässt sich dies jetzt noch nicht sagen, aber ich befürchte, dass es so ist.

 

ff7-catsDas letzte, was ich jetzt noch aufgreifen möchte ist die finanzielle Seite dieses Projekts. FINAL FANTASY ist für die Firma Square Enix so wichtig wie Mario für Nintendo. Die Spielreihe ist tief verwoben in die Firmengeschichte – der erste Teil der Reihe hat Square damals vor der Insolvenz bewahrt. Square und FINAL FANTASY gehen synonym ineinander. Und keiner der inzwischen 15 Spiele der Hauptreihe sowie der zahllosen Spinoffs und Ableger ist nur annähernd so legendär wie FFVII. Der siebte Teil ist quasi eine Eigenmarke. Es gab einen eignen Final Fantasy VII Spielfilm, verdammt nochmal! Es wird kein FFVII Remake gemacht, weil man die Geschichte neuen Spielern nahe bringen will und auch nicht weil es so sehr von dem technischen Fortschritt profitieren wird – es geht wie so oft um den schnöden Mammon. Und klar, jedes Videospiel wird produziert um Geld zu machen – doch es läuten bei allem was ich vom FFVII-Remake gehört habe bei mir die Alarmglocken, dass hier einfach nur eine Sternstunde der Videospielgeschichte gemolken werden soll. So wird das Remake nicht den Umfang des kompletten Originals enthalten, sondern nur den ersten Storyabschnitt umfassen. Es wird ein Vollpreis-Spiel, dass nur den Prolog des ursprünglichen Spiels beinhaltet. Ich glaube Square befinden sich zur Zeit einer kreativen Flaute – denn was diese Strategie mir zeigt ist, dass es ein mindestens 3-teiliges Remake des Spiel geben wird. Jeder Teil wird wohl gute 60 – 70 Euro kosten. Hinzu kommen die bereits jetzt angekündigten DLCs für zusätzliche Beschwörungen und Collectors Editions, die wohl an die 600 Euro kosten werden. Das wird gemacht, weil die Leute heiß auf FFVII sind und Superfans wohl jeden Preis zahlen würden um noch einmal mit Cloud auf dem Motorrad fahren zu können. Square hat vor dieses, alte Pferd die nächsten 4, 5 oder 6 Jahre oder noch länger weiter zu reiten. Und ich glaube dass der Zeitpunkt jetzt äußerst strategisch gewählt wurde, denn wir befinden uns in den letzten Atemzügen der PS4. Der erste Teil des Remakes wird noch auf der PS4 erscheinen, der nächste wohl schon auf der Folgekonsole. Dadurch kann Square die Superfans noch mal abkassieren, denn jeder FFVII-Megafan wird sich das Remake natürlich sofort auf seiner PS4 kaufen, und vermutlich nochmal eine Stange Geld hinlegen um den 1 oder 2 Jahre später erscheinenden Port auf der PS5 erneut zu kaufen, um alle Teile des Remakes auf der gleichen Konsole, mit der aktuellsten Grafik spielen zu können. Und Square leckt sich wohl heute schon die Finger nach dieser fetten Komplettedition die sie irgendwann raus bringen können. Die komplette Verkaufsstrategie dieses Remakes sehe ich sehr zynisch. Und ich glaube, dass dieser Zynismus in Anbetracht wie sich die Videospielbranche in den letzten Jahren entwickelt hat angebracht ist. Man hätte mit halb so viel Personal und halb so viel Budget in der Hälfte der Zeit ein Remake von FFVII produzieren können, dass den kompletten Spielumfang enthält, dem Feeling und Style des Originals treu ist und jeden Fan von FFVII das gegeben hätte was er oder sie wollte. Doch Square Enix möchte dies nicht. Square Enix nahm FFVII, weil es mit Abstand die stärkste Marke im Stall ist. Square Enix schmiedete einen Plan um diese Marke über Jahre hinweg weiter auszuquetschen und maximalen Gewinn damit zu erziehlen. Rundenbasierte Rollenspiele grasen nur eine kleine Nische an Spielern ab – vor allem im Westen, sind andere Genres angesagt – also baute man ein Actionlastiges Kampfsystem ein. Alte Fans würden kommen weil es FFVII heißt, andere würden von den state-of-the-art-Grafiken und den bombastischen Kämpfen angelockt werden. FINAL FANTASY VII ist ein Spiel, dessen Handlung sich viel damit beschäftigt, wie gefährlich riesige Konzerne sind, die skrupellos alles tun um den Umsatz zu steigern – es ist ironisch, wie die Firma, die eben diese Narrative erzählte nun auch fragwürdige Verkaufstechniken anwendet. Naja, wenigstens hat das FFVII-Remake keine Lootboxen und keinen Battleroyale-Modus…

 

ff7-remakeHoppala, da bin ich wohl in einen Strudel aus negativen Gefühlen geraten und habe Square Enix und ihr Remake von FINAL FANTASY VII ziemlich runtergebuttert. Bevor nun alle Leser erzürnt auf mich stürmen will ich noch etwas die Wogen glätten. Es ist natürlich völlig okay, wenn man gehyped für dieses Remake ist. Die Story und die Charaktere von FFVII sind grandios und trotz meiner zynischen Einstellung, glaub ich, dass zumindest ein Großteil davon erhalten bleibt – dadurch hat dieses Remake den meisten anderen Games schon mal etwas voraus. Das Kampfsystem entspricht zwar meinen Geschmack nicht, aber ich kann jeden verstehen, der es cool und interessant findet. Ich wette es macht Spaß, aber es ist glaub ich einfach nicht mein Bier. Und der Aufteilung der Handlung in mehrere Spiele kann man vielleicht abgewinnen, dass die einzelnen Story-Beats noch besser behandelt, und detaillierter erzählt werden können. Letzten Endes ist das Remake ein eigenständiges Spiel – was ich mir aber eher von dem Remake erhofft hätte wäre DIE DEFINITIVE VERSION von FFVII. Eine technische Überholung des Originals, das es unnötig machen würde die alte PS1 anzuschließen um FFVII zu spielen, da das Remake alles macht was das Original macht, aber eben etwas schöner und eleganter. Ob man nun das Remake richtig geil, überflüssig oder fehlgeleitet findet muss man selbst entscheiden. Ich empfand nur das Bedürfnis meine Gefühle zu dem Thema festzuhalten – vor allem, weil ich glaube, dass ich mit meiner Meinung in einer Minderheit bin. Mein Ziel ist es nicht irgendjemanden die Vorfreude kaputt zu machen, sondern nur meinen Standpunkt zu erklären, wieso sich bei mir hier keine Vorfreude einstellt. Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass FINAL FANTASY VII ein verdammt geiles Spiel ist – vermutlich eines der besten Rollenspiele aller Zeiten – und ich trotz meiner Zweifel hoffe, dass das Remake dem gerecht wird.