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Jun 30

“FREAKED” (1993) Review

„FREAKED“ (1993) Review

Machen wir mal eine kurze Pause zwischen der Vielzahl an Monsterfilmen, die ich in letzter Zeit behandelt habe – naja, vielleicht nicht ganz. Heute möchte ich über die Komödie „Freaked“ von 1993 schreiben, der hier zu lande unter dem Titel “Freks” bekannt ist. Ein Film, der nach seinen erscheinen schnell in der Obskurität verschwand Erst vor kurzem bin ich auf den Streifen gestoßen und möchte meine Entdeckung nun mit euch teilen. Reden wir zuerst über die Story:

freaked-1993-reviewNachdem man einen recht trippigen Vorspann zu sehen bekommt, findet man sich in einer Talkshow wieder. Hier erzählt der sich in den Schatten versteckende Schauspieler Ricky Cooglin die Geschichte, wie er schwer entstellt wurde. Der weitere Verlauf des Films wird also in einer Rückblende erzählt. Der Konzern EES (Everything Exept Shoes) möchte einen chemischen Dünger in Südamerika auf den Markt bringen und Cooglin wird als Marketingfigur angeheuert. Gemeinsam mit seinen Kumpel kommt er in Südamerika an und verguckt sich in eine Umweltaktivistin, die gegen EES demonstriert. Danach besucht die illustre Truppe eine Freakshow und werden ungewollt teil dieser.

Der Film Freaked ist das Brainchild von Alex Winter, dessen bekannteste Rolle die des „Bill“ aus den beiden Bill und Ted-Filmen. Es spielte die Hauptrolle und gemeinsam mit seinem Kumpel Tom Stern führte er Regie und schrieb das Drehbuch. Für mich ist es schwierig eine Review für eine Komödie zu schreiben, da Geschmäcker – vor allem was Humor angeht – sehr verschieden sind. Darum wird es am einfachsten sein euch den Stil des Films zu beschreiben, woran ihr dann wohl merken werdet ob „Freaked“ auch ein Streifen für euch ist. Der Film hat ähnliche ekel-humor-elemente, wie man es vielleicht aus dem MAD-Magazin, oder der Zeichentrickserie Ren & Stimpy kennt. Generell merkt man den Film stark an, dass er aus den frühen 90ern stammt, als man noch Komödien machte die einen mehrere Gags pro Minute um die Ohren hauen und ausschließlich als Gagfeuerwerk funktionierten. Moderne Komödien wollen doch oft eine seriöse Handlung und etwas Dramatik haben, dies aber mit Humor würzen, doch Freaked ist wie ein „Die nackte Kanone“ oder „Bill & Ted“ ohne derartige Ansätze. Die Gags und Figuren sind wie schon gesagt absurd, bizarr und trotzen auch gern mal jeder Logik, wie eine Realfilmfassung eines frühen Nicelodeon- oder MTV-Cartoons. Für mich persönlich ist Freaked eine wirklich schöne Entdeckung. Wie erwähnt ist diese Art von Film quasi ausgestorben und moderne Vertreter sind zumeist sehr mies. Freaked hingegen hat mit seiner Gagvielzahl und Absurdität und den coolen Make-Up-Effekten sofort mein Herz gewonnen. Damals ging der Streifen leider unter und Alex Winters Karriere anscheinend gleich mit dazu. Ich hoffe, dass sowohl Winter als auch diese Art von Film ein Revival feiert, da er gemeinsam mit seinen damaligen Co-Star Keanu Reeves an einer Bill & Ted-Fortsetzung arbeitet.

Mein Fazit: 8,5 von 10 versteckten Keanu Reeves Auftritten

Ich war wirklich positiv überrascht, über diesen „Blast-From-the-Past“. Ein Film von beginn der Neunziger, von den ich zuvor absolut gar nichts gehört hatte, der aber für mich in der gleichen Liga spielt wie die „Hot Shots“- und „Die Nackte Kanone“-Filmen. Vielleicht wird der Film nicht jeden gefallen, doch für ein paar Leute wie mich, die diesen gewissen Geschmack teilen ist es das, was man wohl als „Hidden Gem“ nennt.