«

»

Okt 01

Horrorreview “An American Werewolf in London”

Ach, es ist wieder soweit: Oktober… Halloween… Ich muss sagen, dass mir als Fan von Horrorfilmen, dies amerikanische Festlein doch schon ziemlich anspricht. Ich will es mir also nicht nehmen lassen, mich in diesem Oktober wieder verstärkt mit Horrorfilmen zu beschäftigen! Doch mit welchen genau? Die Antwort dafür kam mir übers Wochenende, als ich nachts in den Himmel sah und den Vollmond in seiner silbrigen Pracht bemerkte: Werwölfe! Ja! Bereitet euch darauf vor, bei mir demnächst viel über Mond, Körperbehaarung und Silberkugeln zu lesen! Awuuuuuhhhhh!  Heute wollen wir mit einem echten Meilenstein des Werwolffilms anfangen:

“An American Werewolf in London”

Im Film bekommt man eigentlich die klassische Werwolfstory aufgetischt: Die zwei Kumpels David und Jack machen einen Wanderurlaub in England und kommen irgendwo in der Einöde durch ein kleines Dorf, dessen Einwohner mürrisch und den beiden neugierigen, amerikanischen Touristen eigentlich nicht freundlich gesonnen sind. Trotzdem geben sie Jack und David einen wichtigen Rat mit auf den Weg: “Hütet euch vor dem Moor und bleibt auf dem Weg… Und hütet euch vor dem Mond!” Ich muss nicht extra erwähnen, dass die beiden das abergläubige Geschwätz ignorieren und geradewegs ins Moor laufen. Plötzlich werden die Zwei von einem Tier angegriffen. Während Jack förmlich von dem Monster zerfetzt wird, nimmt David die Beine in die Hand. Doch auch er wird von der Kreatur erwischt, kommt aber mit dem Leben davon, weil die Dorfbewohner ihm zur hilfe eilen umd das Monster erschießen! David wird in ein Krankenhaus nach London gebracht, in dem er sich schnell kuriert und schon bald mit der hübschen Krankenschwester Alex flirtet. Körperlich geht es ihm zwar besser, aber er wird von wilden Alpträumen geplagt, in denen er durch den Wald läuft und Hirsche jagd, oder er zuhause mit seiner Familie fernsieht und anschließend von Nazi-Monstern umgebracht wird (ziemlich abgefahren, was?). Wirklich unbehaglich wird David aber erst, als ihm der blutüberströmte Geist seines Freundes Jack aufsucht und dieser ihm erklärt, dass er nun ein Werwolf ist und er Selbstmord zu begehen solle, bevor es wieder Vollmond wird und er sich in eine Bestie verwandelt! Doch, ihr ahnt es – genau dies passiert! Geile Monsterszenen wie die Verfolgungsjagd im Underground und das große Finale am Piccadilly Circus folgen darauf.

1981 kam der Film, der inzwischen zu einem richtigen Kult-Klassiker avanciert ist in die Kinos. Regisseur war John Landis, dessen bekanntester Film, abgesehen von “American Werewolf”, “The Bluesbrothers” ist. Der ehemalige Stuntman Landis, ist bis auf diesen Film, fast ausschließlich für seine Komödien bekannt. Kein Wunder also, dass es in “American Werewolf” auch einige Lacher gibt. Der schwarze und zuweilen auch recht morbide Humor zieht sich durch den ganzen Film und vorallem die Dialoge zwischen den Untoten, immer mehr verwesenden Jack und David sind oft zum schießen!  Aber nicht nur John Landis witzigen Dialoge machen “American Werewolf” zu etwas besonderen, auch Rick Baker, der für die Make-Up-Effekte zuständig war leistet grandiose Arbeit. Tatsächlich gilt die Verwandlumgsszene, die damals natürlich noch völlig ohne Computer gemacht wurde, zu den besten der Filmgeschichte und wurde zurecht mit einem Oscar belohnt!

Mein Fazit: 8 von 10 Nazi-Monster-Träumen

“An American Werewolf in London” gilt nicht umsonst als ein Standartwerk des Werwolffilms. Jeder, der sich auch nur ansatzeise für den gemeinen Lycanthropen interessiert solltr den Film mal sehen. Obwohl der Horror- und der Komödienanteil sich manchmal gegenseitig im Weg stehen ist es gerade dieser Aspekt, der den Film aus der Masse herrausstechen lässt!


 

1 Ping

  1. Horrorreview “Ginger Snaps” » Degl-Toons

    [...] dem “An American Werewolf in London” und Original umd Remake von “The Wolfman” haben wir jetzt eigentlich die [...]

Kommentare sind deaktiviert.