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Aug 13

„INSIDIOUS“ Review

Wenn wir gerade schon dabei sind, wieso unterhalten wir uns nicht wieder über einen relativ neuen Horrorfilm? Also lasse ich euch mal einfach wissen, was ich von dem Film „Insidious“ aus dem Jahr 2011 halte! Aber bevor wir zu meiner Meinung und Bewertung kommen, gebe ich euch einen kleinen Überblick der Handlung.

 

InsidiousIn Insidious zieht eine junge Familie, die Lamberts, in ein neues Haus und bemerkt bald, dass dort irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn während Vater Josh fast den ganzen Tag in der Arbeit verbringt, durchleben seine Frau Renai und deren Kinder, insbesondere der kleine Dalton (Ty Simpkins aka das Kind aus „Iron Man 3“) den blanken Horror. Mehrere Poltergeistartige Begebenheiten lassen die Familie nicht zur Ruhe kommen. Nachdem Dalton dann nach einem merkwürdigen Unfall in einen komatösen Zustand verfällt und Mutter Renai fast einen Nervenzusammenbruch erleidet beschließen die Lamberts wieder um zu ziehen. Was sie nicht ahnen ist, dass die Dämonen sie in das neue Heim verfolgen, denn diese sind hinter „Schneewittchen-schlaf“-Dalton her. Auf Raten von Joshs Mutter rufen sie ein Medium (das aussieht als wäre sie ältere Schwester von Alan Rickman) und deren Geisterjägerhelferlein auf den Plan, die helfen wollen den Jungen aus dem Bann der Dämonen zu befreien.

 

Bei Insidious tut sich der Macher der „Saw“-Reihe, James Wan mit den Köpfen hinter dem „Paranormal Activity“-Franchise, Oran Peli und Jason Blum zusammen, wodurch wir ein Team von Regiesseuren und Produzenten haben, die in fast allen Horrorfilmen der letzten Dekade ihre Finger im Spiel hatten. Abgesehen vom ersten Saw, finde ich jedoch weder die eine Filmreihe, noch die andere sonderlich gut. Die Kollaboration der Paranormal Activity Produzenten mit dem Saw Regiesseur kann mich auch nicht überzeugen. Kameraarbeit, die an Realitysoaps erinnert und Schreckmomente auf dem unterstem Niveau treffen hier aufeinander. Die Geisterjägerfiguren sind einfach lächerlich und bringen noch mehr dumme Klischeemomente in den Film, als der sowieso schon hat. Der Dämon sieht aus wie eine Mischung des Teufels aus dem Musikvideo von Iron Maiden’s „Number of the Beast“ und einem Discount-Darth Maul, sämtliche andere „Erscheinungen“ mögen einen im ersten Moment vielleicht erschrecken, aber beim zweiten Blick wirken sie doch alle recht lächerlich. Das alles wäre kein SO großes Problem, wenn sich der Streifen nicht selbst so verdammt ernst nehmen würde! Man hätte Insidious nicht diesen bierernsten Anstrich verpassen sollen, sondern ihn eher wie Peter Jackson’s „The Frighteners“ oder den „Evil Dead / Tanz der Teufel“ Filmen von Sam Raimi als Horror-Fantasy-Komödie aufziehen sollen. Etwas aufgedrehterer Soundtrack, einen Schauspieler wie Bruce Campbell in die Hauptrolle, der ein paar coole One-Liner vom Stapel lassen kann und hier und da etwas mehr Witz und Charme in die öden Dialoge – DAS hätte Insidious gut getan, denn so wären die unfreiwillig albernen Momente einfach mit in den Humor des Films eingeflossen. So hat er aber eben nur ein paar Figuren und Szenen die kitschig sind um den Film “besonders” wirken zu lassen, was mich aber nur fremdschämen lässt, da sie in einem ernsten Horrorfilm deplatziert und lächerlich rüber kommen.

 

Mein Fazit: 4 von 10 besessenen Kindern
Wiedermal ein Streifen der sich selbst für viel zu ernst nimmt. Insidious ist 0815-Horrorkost von der Stange, der eben nicht gruselig ist, aber vielleicht gut geworden wäre, wenn ihn der richtige Regiesseur bekommen und aufgepeppt hätte. So allerdings kann ich ihn nur kopfschüttelnd zurück in das DVD-Regal stellen. Muss man wirklich nicht gesehen haben.

3 Pings

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