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Sep 21

Kinoreview “Cowboys and Aliens”

Wenn Indiana Jones und James Bond zusammen Außerirdische im Wilden Westen verkloppen, gibts eigentlich nichts was mich davon abhalten könnte das zu sehen! Wenn ich aber dann noch höre, dass Jon Favreau (was ist das eigentlich für ein Name?) auf dem Chefsessel sitzt bin ich Feuer und Flamme!
Da der Mann schon bei Iron Man 1 und 2 gezeigt hat, dass er es drauf hat Comicadaptionen ins Kino zu bringen war ich guter Dinge als ich mich (noch total frustriert von Conan 3D, den wir direkt davor angesehen hatten – siehe Kinoreview “Conan 3D”) in den Kinosessel fallen ließ. Und Gott sei dank! Ich wurde nicht enttäuscht, zumindest größtenteils ;)

Wie Favreau zu dem Projekt gekommen ist, ist übrigens eine interessante Geschichte: Robert Downey Jr. Wurde eigentlich als Hauptdarsteller gecastet und dieser erzählte Jon Favreau am Set von Iron Man 2 von dem Projekt. Favreau bewarb sich für den Regiestuhl und wurde prompt eingestellt, Downey jedoch sagte ab, da er lieber für den zweiten Teil von Sherlock Holmes vor der Kamera stehen wollte. Die Rolle bekam dann bekannter Weise Daniel „James Bond“ Craig.

Aber nun mal zur Handlung:
Jake Lonergan ist total verwirrt. Er wacht mitten in der Wüste auf und kennt sich überhaupt nicht aus. Er weiß nicht wo er ist, nicht wer er ist und was diese seltsame Metallmanschette an seinem Arm ist und woher diese Verletzung an Bauch kommt weiß er erst recht nicht! Als er dann (nachdem er sich neue Klamotten angeeignet hat, in denen er verdammt cool aussieht) in der Stadt Absolution ankommt klärt sich schnell, dass er ein per Steckbrief gesuchter Verbrecher ist. Besonders Colonel Dolarhyde (Dollar hide? Der versteckt wohl Geld^^) gespielt von Harrison fucking Ford – ist nicht besonders begeistert von dem Schlitzohr. Das hat nicht nur damit zu tun dass dieser nicht besonders gut mit seinem (Arschloch-)Sohn umgegangen ist, sondern auch, dass er gerade auf mysteriöse weise eine seiner Rinderherden verloren hat. Als gerade alle voll angefressen waren, kreuzen dann noch diese ollen Alienraumschiffe auf! Die haben auch nichts besseres zu tun, als blind rumzuballern und willkürlich mit Fanghaken Leute aufzusammeln. Darunter der Sohn des Colonel, die Frau des Saloonwirts Doc und viele andere. Das einzige was den „fliegenden Dämonen“ schaden kann ist Jake Lonergans Armmanschette, die sich plötzlich als wirkungsvolle Waffe entpuppt. Die übriggebliebenen Formen einen Rettungstrupp, geführt von Dolarhyde, der schon im Bürgerkrieg diente. Noch dabei sind außerdem sein indianischer Ziehsohn (der später eine größere Rolle spielt).
Soviel steht aber auch in jeden Kinomagazin ;)

Was gibt’s sonst noch über den Film zu sagen? Die Entwicklung des von Harrison Ford gespielten Dolarhyde ist eigentlich das beste am Film, davon will ich aber nicht zuviel verraten. Die Aliens sind alle zu 90% am Computer entstanden, was ich recht schade fand – auch ein, zwei Logikschnitzer bzw. ungeklärte Sachen sind mir negativ aufgefallen, allerdings erst als ich mich zum grübeln hinsetzte um diesen Text zu schreiben ;).
Was oft auch nicht erwähnt wird ist die Nähe zum Comic (den ich mir extra für diese Review gekauft hab, gell!) Der Film hat mir im als Gesamtwerk besser gefallen als der Comic, obwohl dieser fast alles was mir am Comic gefallen hat geändert hat – Bis auf die Rahmenhandlung ist nämlich nicht viel von der Vorlage übrig geblieben. Das kommt vorallem daher, dass das Drehbuch von einigen Autoren hin und hergereicht wurde! Fareau hat auf jedenfall einen schöneren Style als im Comic hinbekommen. Wo im Original die Cowboys eher nach Faschingsumzug aussahen und die Aliens wie gehörnte Orks und oder wie Gorgo aus Mortal Kombat daherkommen haben sie sich hier etwas völlig anderes ausgedacht. Vielleicht schreibe ich einmal einen eigenen Eintrag aus meiner Rubrik “Filme die mal Bücher waren”

Kommen wir zu meinem Fazit:
In der Presse wird der Film leider wegen viel zu hoher Erwartungen zerrissen. Klar, bei dem Cast – Aber man sollte von vorn herein wissen, dass so ein Projekt nicht aus den Schatten solcher Giganten hervortritt. Was ich sagen will ist:
Er ist gut – nicht so gut wie die beiden Iron Man Filme oder Casino Royale, aber besser als Indiana Jones 4 und Ein Quantum Trost.
6,5 von 10 rätselhaften Armmanschetten.

Hier der Trailer:

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  1. Der Newsüberblick der Woche » Degl-Toons

    [...] Hier im übrigen meine Review zum Film “Cowboys and Aliens”! [...]

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