«

»

Mrz 19

„KONG: SKULL ISLAND“ Review

Es ist wieder soweit, Hollywood hat in der Klamottenkiste gewühlt und wieder einen Filmmeilenstein ausgegraben der neu verfilmt wurde. King Kong ist einer der wichtigsten und einflussreichsten Streifen der Filmgeschichte! Jeder hat schon mal irgend eine Filmversion davon gesehen, und selbst wenn nicht, kennt man Kong und seine Geschichte mit der weißen Frau trotzdem. Wenn der Riesenaffe wieder auf der Leinwand auftacht will ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Zuerst gewähre ich euch einen kleinen, spoilerfreien Blick auf die Story, und dann sag ich euch wo die Stärken und Schwächen des Films liegen.

kong-skull-island-reviewWir zählen die letzten Tage des Vietnamkriegs, als ein amerikanischer Satellit die ersten Bilder einer unentdeckten Insel im Südpazifik entdeckt. Bill Randa (John Goodman) ist der Leiter der kurz vor der Auflösung stehenden Organistation „Monarch“ und glaubt, dass es sich dabei um das sagenumwobende Skull Island handelt. Auf der Suche nach Überbleibsel neines Megaökosystems mit gigantischen Monstern, rechnet er sich dort große Chancen auf einen bahnbrechenden Fund aus. Tatsächlich schafft er es eine Expedition zu organisieren: Neben einigen seiner Wissenschaftler rekrutiert er den erfahrenen Fährtenleser James Conard (Tom Hiddleston) und die Fotojournalistin Mason Weaver (Brie Larson). Um auf die von dauerhaften Stürmen umgebene Insel zu gelangen wird ihm eine Helikopterstaffel zugeordnet, die eigentlich gerade dabei waren das kriegsgebeutelte Vietnam zu verlassen und nach Hause zu fliegen. Die Soldaten und Piloten sind zwar nicht davon begeistert, doch ihr Lieutenant Colonel Preston Packard (Samuel L. Jackson) lebt für den Kampf und das Militär – Das der Vietnamkrieg nun vorbei sein soll hat ihn hart getroffen, daru greift er nach jeden Strohhalm um mit seinen Jungs zumindest noch einen Einsatz fliegen zu können. Was sie jedoch auf Skull Island erwartet ist mehr als sich sogar Bill Randa vorzustellen vermochte. Neben unzähligen merkwürdigen und teilweise gigantischen Wesen, lebt auch Kong auf der Insel: Ein monumentales Affenwesen, dass als König, Gott und Beschützer des unwirklichen Eilands ist.

Legendary Films basteln fleißig weiter an ihrem Monsterverse. Nachdem sie 2014 in ihrem Remake von GODZILLA das erste Riesenmonster etablierten, bringen sie jetzt mit Kong den zweiten Spieler aufs Feld. Es ist klar, dass es „Kong: Skull Island“ vermutlich nicht gegeben hätte, wenn Legendary nicht darauf aus wäre einen Godzilla vs King Kong Film zu drehen. Und wie bei ihren letzten Streifen haben sie einen Indieregisseur der sein Low-Budget-Debut hinter sich hatte ein mulitmillionen Dollar Franchise in den Schoß gelegt. In diesem Fall ist es der überzeugte Bartträger Jordan Vogt-Roberts der sich seine Sporen mit „Kings of Summer“ verdiente. Vogt-Roberts hat wohl etwas übrig für sehr stylische Bilder, Zeitlupen und cooler Musik – davon hat der Film nämlich mehr als genug. Während wir in Zeitlupe 360° um den riesigen Affen im Sonnenuntergang herumschenken dröhnt Black Sabbaths Paranoid durch die Lautsprecheranlagen der Kampfhubschrauber. Man muss nicht verheimlichen, dass dieser Streifen zu der Sorte „Style over Substance“ gehört. Man geht in den Film um coole Monster zu sehen, die sich coole Kämpfe liefern während coole Musik läuft. Charakterentwicklung der menschlichen Figuren wird da etwas untergeordnet. Obwohl Samuel L. Jacksons Figur schöne Käpt’n Ahab Züge annimmt, John Goodmans Bill Randa interessant ist John C. Reilly teilweise richtig witzig ist, nimmt kein Charakter eine zentrale Rolle ein. Alle sind Teil eines Ensembles um eine Abenteuergeschichte zu erzählen, deren eigentlicher Star ein übergroßer computeranimierter Affe ist. Und da macht der Film schon einiges besser als der Godzilla von 2014. Wir haben Figuren, die abenteuerliches und spannendes in beeindruckenden Bildern erleben, aber trotz all dieser Leute und all dieser anderen Monster, die sich auf der Insel tummeln ist es Kong der den Film dominiert. Er macht zwar nicht viel mehr als andere Monster zu verprügeln oder einsam über die Insel zu schreiten, aber er ist Dreh- und Angelpunkt des Films. Anders als Godzilla 2014, der um die MUTO-Monster ging und gegen Ende mal die Titelfigur kurz „Hallo“ sagte. „Kong: Skull Island“ ist leichte Kost. Ein 180 Millionen Dollar schwerer, kurzweiliger B-Movie. Doch genau soetwas habe ich mir von den Film erhofft. Wir brauchen nicht immer schweren Patos. Manchmal genügt es das sehr interessante Vietnamkriegssetting zu nehmen und eine schmucke Monsterklopperei in die Mitte zu platzieren.

 

Mein Fazit: 7 von 10 verschluckten Fotoapperaten

„Kong: Skull Island“ ist wie ein Vietnamkriegsfilm minus dem Schrecken des Krieges plus riesigen Monstern. Der Film macht einfach Spaß. Zwar mag keine der Figuren aus dem gut besetzten Ensemble hervorstechen, aber die stylische Action und das stimmige Ambiente machen dies wieder wett. Auf jedenfall besser als Legendarys Godzilla. Ich freue mich schon auf die kommenden Monsterfilme des Studios und vor allem auf das Match zwischen dem König von Skull Island und dem König der Monster.