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Apr 09

“LAKE PLACID” (1999) Review

Endlich mal ein Film, von dem es anscheinend kein großes Drama hinter den Kulissen gab. „Lake Placid“ von 1999 scheint, anders als meine letzten Ausflüge in die 90er, wie „Mimic“ und „Event Horizon“ nicht von Produktionsproblemen gebeutelt worden zu sein. Also schauen wir mal, worum es in „Lake Placid“ eigentlich geht:

lake-placid-reviewIm USA Bundesstaat Maine kommt ein Forstbehördenmitarbeiter bei einem Tauchgang um. Regelrecht halbiert wird der arme Kerl, während der Polizeisheriff (Brendan Gleeson) tatenlos mit zusehen muss. Sofort ist klar, dass kein einheimisches Tier – vor allem kein im Wasser heimisches – einen Menschen so zurichten kann. Zudem wird bei der Autopsie ein seltsamer Zahn gefunden, der von einer New Yorker Paläontologin (Bridget Fonda) untersucht und als Krokodilzahn identifiziert wird. Gemeinsam mit dem örtlichen Wildaufseher (Bill Pullman) machen sich die Paläontologin und der County Sheriff auf den Weg zum See um die Spur des Riesenreptils zu verfolgen, dabei bekommen sie auch noch ungefragte Hilfe von einem exzentrischen Millionär mit einem Krokodilspleen (Oliver Platt).

Ich kenne nicht die genaue Produktionsgeschichte des Streifens, aber ich glaube, dass der Drehbuchautor David E. Kelley, der sich fast durchgängig für Anwaltsserien wie L.A. Law, Ally McBeal, Practice, Boston Public, Boston Legal und Harry’s Law schrieb eines abends leicht angetrunken „Der Weiße Hai“ angesehen hat. Danach wollte er zwischen den ganzen Paragraphenreitenden Anwälten einen Film über einen überdimensionierten Wasserschrecken schreiben. Haie waren schon seit 3 Dekaden ausgelutscht, also griff er sich ein Riesenkrokodil als Titelmonster. Da Kelley wohl zu sehr daran gewöhnt war Figuren zu schreiben, die sich gegenseitig mit bissigen Kommentaren eindeckten wurde sein „Lake Placid“ eher zu einer Horrorkomödie. Regie übernahm der Horrorveteran Steve Miner, von dem der eine oder andere Fan blutiger Unterhaltung vielleicht schon gehört hat. Streifen wie der zweite und dritte Freitag der 13. Film, sowie „Warlock – Satans Sohn“ und „Halloween H20“ zieren seine Filmografie. In den Hauptrollen sieht man Bill Pullman und Bridget Fonda dabei zusehen, wie sie routiniert ihren Job machen. Interessanter sind Brendan Gleeson als Polizeisheriff und Oliver Platt als reicher Krokodilnarr. Star des Films ist aber das riesige Krokodil, das durch die kompetenten Hände des Altmeisters Stan Winston zum Leben erweckt wurde. Das Special-Effekt-Konzept mit einer Mischung aus praktischen Animatronikeffekten und Computergenerierten Effektern aus Jurassic Park wird auch hier weitgehend erfolgreich angewandt. Zumindest die praktischen Kroko-Effekte überzeugen immer noch. Allerdings schwächelt die Handlung etwas. Wie eingangs erwähnt kommt man nicht an dem „Der Weiße Hai“-Vergleich herum, vor allem weil die Eröffnungsszene sehr stark an Stephen Spielbergs Klassiker erinnert. Mit dem kann „Lake Placid“, so wie die meisten derartigen Filme, natürlich nicht mithalten.

Mein Fazit: 5,5 von 10 zerstreute alte Frauen

Irgendwie ist „Lake Placid“ ein zwiegespaltenes Schwert. Zwar ist die Handlung nach Schema F und wirklich beeindruckende Highlights bleiben aus, aber trotzdem kann ich dem Film einiges Positives abgewinnen. Die Nebenfiguren sind auf ihre Art sympathisch, das Kroko sieht meistens richtig cool aus und mit gerade mal 79 Minuten Laufdauer bleibt kaum Zeit um große Langeweile aufkommen zu lassen.

3 Pings

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