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Mai 19

„MAD MAX: FURY ROAD“ Review

Seit 25 Jahren versucht George Miller, der Schöpfer der Mad Max-Reihe diesen Film auf die Leinwand zu bringen. Es war ein harter, steiniger Weg, aber der alte Schorsch hat es tatsächlich geschafft! Mit Tom Hardy in der Titelrolle geht es wieder in die postapokalyptische Wüste, in der Benzin und Wasser wertvoller sind als Menschenleben und in der nur die härtesten überleben! Zum Plot des Films:

Mad Max Fury RoadImmortan Joe ist ein tyrannischer Herrscher mit Atemproblemen, die Darth Vader alle Ehre machen würden. Joe und seine inzestuösen Lendensprosse regieren von einen Plateau, genannt die Zitadelle, aus die Bevölkerung der Wüste, weil nur sie Zugriff auf Wasser haben. Ihm untersteht auch eine Legion von Warboys, bleichen und zutiefst fanatischen Gesellen, die nichts lieber machen als ihr Leben zu Gunsten von Immortan Joe zu opfern. Gleich zu Beginn wird Max von den Warboys gefangen um für diese als „Universalspender“ her zu halten. Währenddessen wird ein Versorgungskonvoi in der Zitadelle gestartet, um neuen Sprit und neue Munition zu besorgen. Doch die Fahrerin des Lastzuges, genannt Imperator Furiosa möchte die Gelgenheit für etwas anderes nutzen. Sie will fliehen und dabei Immortan Joes geschändete Frauen, die seinen Nachwuchs austragen sollen, zur Freiheit verhelfen. Als Joe dies spannt, schickt er alles was er an verrückten Fahrzeugen und Untergebenen hat auf dessen Fersen und es beginnt eine wahnsinnige Verfolgungsjagd. Max ist mit auf ein Fahrzeug der Warboys als lebende Blutkonserve gespannt und wird so Teil der Hatz. Oder um es einfacher zu sagen: Sowohl Max als auch Furiosa mit ihren flüchtigen Haremsdamen tun sich zusammen um vor Immortan Joes wilder Meute zu fliehen – es folgt eine eineinhalb Stunden dauernde, adrenalingeladene Achterbahnfahrt.

Fury Road ist Mad Max auf seine Grundessenz reduziert, aber dafür mit ordentlich Blut, Schweiß, Feuer und oktanreichen Benzin aufgeputscht. Der gesamte Film ist eine noch abgefahrenere Version von Mad Max 2′s finaler Verfolgungsjagd. Es gibt mehr Explosionen, herumfliegende Fahrzeuge und irre Wüstenspinner, als man zählen kann und ich glaube jeder Fast & Furious Film wirkt dagegen als würde man nem Übungskurs einer Fahrschule zusehen. Action, Action und noch mehr Action – dabei bleibt natürlich die Charakterentwicklung etwas auf der Strecke. Tom Hardy’s Inkarnation von Max Rockatansky ist etwas blass ausgefallen im Vergleich zu Mel Gibsons Original. Klar, Mad Max war nie ein Freund großer Worte, aber hier kam er mir noch redefauler vor und antwortete oft nur mit einem grunzen. Tom Hardy ist ein starker Schauspieler, aber ich glaube er ist nicht die optimale Wahl gewesen Mad Mel Gibson zu ersetzen. Was dem Film an Max Charakter abgeht, gewinnt er jedoch durch Charlize Therones Imperator Furiosa zurück. Die gute rockt den Film gewaltig und glänzt als zweite Hauptfigur des Streifens. Sie steht Max in nichts nach und verteilt einige gewaltige Arschtritte – wie so ziemlich alles und jeder in dem Streifen. Ich hatte schon nach der Sichtung des ersten vollständigen Trailers sehr hohe Erwartungen, da darin alles so verflucht geil aussah. Der Trailer hat nicht zu viel versprochen – man bekommt genau das und zwar viel davon. Während irgendwelche Jungspunde herumhampeln und nur Einheitsbrei absondern, lässt sich Miller im Rentenalter mit ein paar verrosteter Karren in die Wüste schicken und fabriziert ein Actionfest der Superlative! Einen Instant-Klassiker, der anders als die meisten anderen Blockbuster nicht überladen oder konstruiert wirkt, sondern in seiner Simpleheit dem Zuschauer einfach einen Schuss Adrenalin setzt und ihn ordentlich durchrüttelt. Was dabei hilft sind die ehrlichen Effekte und Stunts. Abgesehen von einem CGI-Sandsturm und ein paar weiterer Kleinigkeiten ist in dem Film alles Handgemacht. George Miller nahm 150 Fahrzeuge mit in die Wüste, von denen die meisten bei den Stunts zu Schrott gefahren wurden. Es ist herrlich erfrischend mal nicht nur eine Computerspielschlacht zu sehen, sondern echte Karren, die von echten Stuntfahrern in halsbrecherischen Manövern durch die Wüste gejagd werden. Sogar dieser verrückte mit Boxentürmen, Trommlern und einen Gitarristen versehene Truck war voll funktionstüchtig und erschütterte die Dreharbeiten mit seinem Metalsound. Was mich zu dem für die Mad Max-Reihe typischen, postapokalyptisch-abgefahrene Design der Figuren und Fahrzeuge bringt. Ich bin ja wirklich kein Auto-Fan, aber bei diversen Fahrzeugen wurde mir auch der Mund wässrig. Und das hörte nicht bei den Vehikeln auf, auch die Gestaltung der Figuren setzt neue Maßstäbe in der Reihe! Ich glaube, ich sollte mir den Film einfach nochmal ansehen.

8,5 von 10 Warboys

Mad Max: Fury Road ist einer der besten Actionfilme der letzten Jahre. Die vergleichsweise simple Prämisse, schmälert das Filmvergnügen nicht, sondern trägt dazu bei, dass (ähnlich wie Dredd von 2012) der Streifen fokussiert und spannend bleibt. Die Action, die Stunts und Verfolgungsjagden sind vom allerfeinsten. Zwar hat dieser Mad Max Film etwas weniger „Max“, aber dafür hat er eine Menge anderer Vorzüge – egal ob ihr Fan der alten Filme seid oder nicht, diesen Kracher solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

3 Pings

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