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Jul 27

Meine Ideen und Wünsche für Jurassic World 2

Jurassic World 2 ideas and wishesNatürlich wird eine Fortsetzung zu Jurassic World kommen. Er ist nach Avatar und Titanic der dritterfolgreichste Film aller Zeiten – und das trotz der großen qualitativen Schwächen. Alle, die meine Review gelesen haben, sollten ja wissen, dass meine Meinung zu Jurassic World eher verhalten ist. Trotzdem, als riesiger Dino- und Filmfan beschäftigt mich das Thema, wie es nun mit dem Dinotrubel um Chris Pratt weiter geht. Darum kommen hier meine Wünsche, wie das Sequel, das 2018 in die Kinos kommen wird, auszusehen haben sollte. Natürlich wird da jetzt der eine oder andere Spoiler für Jurassic World dabei sein, aber angesichts des Einspielergebnisses habt ihr alle den Film sowieso schon gesehen.

 

Mehr praktische Effekte!
Verdreht eure Augen und ruft laut „nicht schon wieder“. Ja, ich poche auf meine wunderschönen praktischen Effekte! Wieso? Weil sie eben lebensecht aussehen. Dieses große CGI-Gemansche wie wir es in Jurassic World oder anderen modernen Filmen, wie Der Hobbit hatten, muss aufhören. Mad Max: Fury Road beweist, wie gut Filme aussehen, in denen man moderne Computertechnik mit traditionellen Effekten verbindet. Etwas, das bereits die ersten Jurassic Park Filme perfektionierten. Schaut euch einfach diesen hydraulischen Velociraptorroboter an, der für Die Vergessene Welt gebaut wurde.

 

 

Federn!
Leute, es wird Zeit. Ich will endlich gefiederte Dinosaurier sehen. Vor allem die Raptoren, die ja eigentlich nichts anderes als große Vögel mit Zähnen und Schwänzen waren, sollten endlich auch im Kino an einem aktuelleren Wissensstand angepasst werden. Die Popkultur wartet doch nur auf die nächste Revolution, die in den wissenschaftlichen Kreisen schon Mitte der 90er alles umkrämpelte. Ist es denn wirklich so, dass Hollywoodproduzenten eher einen an den Haaren herbeigezogenen Hybriddinosaurier, der zum Spaß tötet, sich perfekt tarnen und sogar seine Körpertemperatur gewollt kontrollieren kann, in ihren Film haben wollen, als einen gefiederten Raptor? Fakt ist, ein Velociraptor ohne Federn ist kein Velociraptor. Paleokünstler wie John Conway oder Emily Willoughby zeigen mit bravour wie diese Tiere ausgesehen haben könnten. Und zudem gibt es auch noch meine bescheidenen Versuche gefiederte Dinos zu malen:

Raptor 07-15Dilo 07-15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein Jurassic World War!
In Jurassic World gab es einige Hinweise wie es weitergehen könnte: Da wären die Jungs von Bösewicht Hoskins, die Dr. Wu mit seinen Dinoembryos mitnehmen, als im Freizeitpark die Kacke am Dampfen ist. Regisseur Colin Trevorrow sagte selbst in einem Interview, dass sie sich nicht auf Themenparks limitieren wollen. Dass die im Film gezeigten wissenschaftlichen Möglichkeiten auch in anderen Bereichen eingesetzt werden könnten. Er nannte als Beispiel die Atomenergie, die zuerst als Waffe und erst danach als Energiequelle eingesetzt wurde. Das gibt meiner Meinung nach ein eindeutiges Indiz in welche Richtung sich das Sequel entwickeln wird. Dr. Wu wird wohl für das Militär ein paar Dinos klonen, vermutlich sogar wieder den einen oder anderen Hybriden und Chris Pratts Owen darf zusammen mit seinen Raptoren Leute vor den Amokdinos retten. Jepp, ich hoffe so platt wird es nicht, denn das hört sich nach genau dem selben B-Monster-Movie-Mist an, den ich in einem Jurassic Park Film nicht sehen will. In die selbe negative Richtung würde auch ein Szenario schlagen, in dem andere Regierungen und Firmen Dinos klonen würden, die dann höchstwahrscheinlich auch gegen Pratts Raptorsquad kämpfen würden. Etwas derartiges hat Treverrow auch angedeutet. Nein, Nein, Nein. Das ist wegen vielerlei Aspekten nicht mit meiner Vorstellung eines guten Jurassic Park Films vereinbar. Einer davon wäre der nächste Punkt auf meiner Liste.

 

 

Dinosaurier als Tiere, nicht als Helden oder Bösewichte
Evil IRexIch verstehe, das dies eine gewisse Gratwanderung ist. Als in „Jurassic Park“ im Finale der T-Rex die Menschen von den Raptoren rettete war dies ein sehr heroischer Moment. Die Raptoren, die hingegen kaum etwas anderes machten als den Besuchern nachzustellen waren da sehr klar Bösewichte. Aber sie kamen trotzdem stehts als Tiere rüber, die ihren Instinkt verfolgten. Ich glaube, in „Die Vergessene Welt“ kam es sogar noch besser rüber, dass wir es mit Tieren zu tun hatten, denn viele der Dinoangriffe dort wurden klar von den Menschen provoziert. In Jurassic World wurde  mit dem komplett bösen Indominus Rex dieses Konzept über Bord geworfen. Dem Hybrid, der aus Spaß tötete und jegliche Handlung seinerseits nur dazu da war die Figuren in eine neue Actionszene zu hetzen, hätte höchstens noch der gezwirbelte Schnurrbart gefehlt. Obwohl die Raptoren in Jurassic World mal etwas hin und her schwankten mit iherer Zugehörigkeit, waren sie am Ende des Films, zusammen mit dem T-Rex ja eindeutig Helden, die den Tag retteten. Das mag vielleicht gut ankommen, wenn man Spielzeuge von den einzelnen Dinos vermarkten will, aber es bleiben dabei einige Sachen auf der Strecke. Erstmal die Glaubhaftigkeit der Tiere, die nur noch einen coolen Oneliner davon entfernt sind in einem Pixarfilm mitzuspielen. Ich will die Dinosaurier in JP nicht vermenschlicht haben. Das nächste, dass anscheinend im gleichen Zug verloren geht, ist der Sinn für die Schönheit und Majestät der Tiere. Obwohl es im Original Jurassic Park nur insgesamt 14 Minuten mit Dinosauriern im Bild gibt, wurde sich viel Zeit genommen um diese als anmutige Tiere darzustellen. Die Szenen mit den Brachiosauriern, der kranke Triceratops, die Galillimusszene in der auch der T-Rex einfach mal etwas anderes macht als brüllend den Menschen nachzulaufen. Abgesehen von einer kurzen Szene mit einem sterbenden Dino, war davon nichts in Jurassic World zu sehen. Obwohl es es mehr als genug Dinoszenen gab hatten diese immer nur das bedürfnis Menschen zu jagen. Die Flugsaurier sind ungefähr 5 Sekunden im Bild und beginnen bereits damit Leute zu töten. Danach fliegen sie geschlossen, schnurstracks zu den Besuchern um diese zu terrorisieren.

 

 

Chris Pratts Figur braucht einen Charakterarc
Bevor sie die Dinosaurier vermenschlichen, sollten sie mit den eigentlichen Menschen anfangen. Chris Pratts Figur Owen Grady startet als besserwissender Dinoflüsterer und Badass. Er lernt im gesamten Film nichts hinzu und liegt nicht einmal falsch. Grady ist einfach gutaussehend und perfekt in allem was er tut. Bryce Dallas Howards weibliche Hauptrolle kommt zwar den Kindern näher und lernt die Dinos anscheinend besser zu schätzen, aber ihre Figur bleibt trotz stolpernder Entwicklung klischeehaft und eindimensional. Wenn wir schon mit den gleichen Figuren in der Fortsetzung auskommen müssen, dann gebt ihnen wenigstens etwas zu knabbern. Lasst Owen ein paar falsche Entscheidungen treffen, die er dann schwer bereut. Oder gebt ihn ein paar negative Charaktereigenschaften und Schwächen, die er überwinden muss. Und was Bryce Dallas’ Clair angeht – versucht sie, genau so wie die anderen Nebenfiguren aus dem Film nicht wieder zu wandelnden Klischees verkommen zu lassen.

 

 

Neues Setting!
Wir müssen von den Inseln runter. Wir hatten jetzt 4 Filme, in denen Leute in tropischen Wäldern und teilweise neuen, teilweise abgewrackte Parkanlagen vor Dinos weglaufen. Es wird wirklich Zeit für ein neues Setting. Ich spreche von Dinosauriern in der Wüste oder, noch besser – im Schnee! Der Film könnte da einige der Versatzstücke der Bücher aufgreifen, die bisher nur am Rande behandelt wurden. So könnte ich mir vorstellen, dass der Film damit beginnt, dass in einer Gegend wie dem verschneiten Alaska jemand mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wird und dort verstirbt. Niemand weiß genau, was den armen Kerl so zugerichtet hat. Bis Owen, der inzwischen dem Militär und InGen den Rücken gewandt hat Bilder von den Wunden in die Hände bekommt und diese als Velociraptorbisse und -Schlitzer identifizieren kann. Er beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und reist in die verschneite Ödnis, wo er dann z.B. Dr. Grant trifft! Die beiden könnten eine wunderbare Chemie miteinander haben. Grant, der die Velociraptoren aus guten Gründen für von InGen geschaffene Monster hält und Owen, der den Tieren weit mehr abgewinnen kann. Beide könnten sich immer herrlich uneinig sein, aber mit der Zeit erkennen, dass beide auf eine gewisse Weise recht haben. Es wäre auch denkbar einen anderen Schauspieler des Originalfilms zurück zu holen – Joseph Mazzeello, der den kleinen Tim gespielt hat, ist nun erwachsen und hat bereits in Serien wie “Person of Interest” oder Filmen wie “The Social Network” und “G.I. Joe – Die Abrechnung” mitgespielt. Er wäre sicher eine Bereicherung. Wie auch immer, die kleine Truppe um Dr. Grant und Owen Grady könnte die Fälle von rätselhaften Tierangriffen verfolgen. Irgendwo in der Tundra würde dann Dr. Wus Labor stehen, inzwischen verlassen, da die Dinos schon vor Monaten ausgebüchst sind und den etwas zu sehr von sich überzeugten Genetiker gleich verspeist haben. Vielleicht gibt es auch noch eine etwas abgeschieden lebende Familie, die ein paar der friedfertigen Dinos gefunden hat und sie füttert, aber geheim hält, da sie angst haben, dass sonst das Militär kommt und die Tiere erschießt.

 

Vielleicht sollte ich gleich das Drehbuch selbst schreiben, schlechter als bei den letzten Filmen kann es ja eigentlich gar nicht werden, oder? Was haltet ihr von meinen Ideen und Wünschen? Wie sollte eurer Meinung nach Jurassic World 2 aussehen?