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Okt 30

„PUMPKINHEAD – DAS HALLOWEENMONSTER“ Review

Stan Winston ist einer meiner persönlichen Helden. Ihr wisst nicht wer Stan Winston ist? Na gut, anhand dieses kleinen Horrorfilms namens „Pumpkinhead“ von 1988 werde ich euch erklären warum der gute Stan so eine verdammt coole Sau war und warum sein Regiedebut „Pumpkinhead“ als Film recht okay ist.

Pumpkinhead CoverIn Pumpkinhead erleben wir Lance Henriksen als Alleinerziehenden Paps namens Ed Harley, der mitten in der amerikanischen Pampa einen kleinen Laden zusammen mit seinem putzigen Söhnchen leitet. Doch die Vater-Sohn-Idylle hält nicht lange an, denn ein paar Jugendliche auf der Durchreise töten Ed’s Jungen versehentlich bei einem Motorradunfall.Getrieben von Zorn und Rachegefühlen sucht Ed eine Hexe auf, die zurückgezogen lebt. Rache ist das Spezialgebiet der alten Krautscheuche und so schließt sie augenblicklich einen Blutpakt mit den verzweifelten Ed und erweckt ein unheimliches Wesen, dass auf grausige Art die Halbstarken die Ed’s Sohn auf dem Gewissen haben umbringt. Als sich der Schleier der Rache von Ed Harley’s Augen legt und er erkennt was für einen großen Fehler er mit der Beschwörung des Pumpkinhead-Monsters gemacht hat, versucht er nun die Jugendlichen vor diesem zu retten.

Dieser kleine Monsterstreifen der von einem gruseligen Gedicht inspiriert wurde, hat ein paar sehr starke Pluspunkte: Erstens wäre natürlich Lance Hendriksen als Hauptdarsteller, der ausgezeichnet den liebevollen Vater und dann den Actionhelden mimt, zweitens die unheimliche Atmosphäre, die in der zweiten Hälfte des Films aufgebaut wird und drittens das verdammt coole Monster, dass von Stan Winstons Special Effect Crew unheimlich glaubwürdig in Szene gesetzt wurde – dazu aber später mehr! Darüber hinaus hat der Film aber leider nur eher durchschnittliche Slasherfilmmomente zu bieten. Ähnlich wie die Kollegen  Jason Voorhees, Michael Myers oder der gute Freddy Krüger taucht der gruselige Pumpkinhead, dessen Kopf garnicht so arg nach einen Kürbis aussieht wie der Titel impliziert, immer aus dem Nichts auf und bringt einen Teenie nach dem anderen um. Dabei fallen die Tode aber kaum ins Gewicht, denn wie bei vielen dieser Filme sind einem die zweidimensionalen Charaktere vollkommen egal. Aber kommen wir mal zu dem, was „Pumpkinhead“ sehenswert macht: Die klasse Monstereffekte! Der Kürbiskopf sieht verdammt cool aus, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass er sich einige Aspekte seines Looks von den Xenomorph aus den Alienfilmen „borgt“, bei denen Stan Winston eben auch die Effekte leitete. Und man spürt wie viel Spaß die Monstermacher bei diesen Film wohl hatten, denn am Pumpkinhead konnten sie sich wirklich austoben. Wie schon gesagt ist Stan Winston einer der besten Effektemacher Hollywoods gewesen. Er baute die Aliens, sammt ihrer König aus James Cameron’s „Aliens“, sorgte in dessen Terminatorfilmen für Killerroboter. Schuf für Stephen Spielberg allerhand lebensgroße Dinosaurier in den Jurassic Park Filmen, und entwarf im Flugzeug mal schnell den Predator nachdem er kurzfrisig zu dem Filmprojekt hinzugezogen wurde. Wie ihr seht ist dieser Kerl, der leider 2008 von uns schied für einige der denkwürdigsten Specialeffekt- und Monsterszenen der Kinogeschichte und das alles ohne Computer! Stan Winston war wohl einer der Meister der praktischen Effekte, was so weit ging, dass er selbst nicht davon redete Effekte, sondern Charaktere zu erschaffen. Denn er war stehts bemüht seinen Schöpfungen eine eigenleben zu geben und sie als glaubhafte Figuren zu zeigen und nicht nur als bloßes Monster. So wie andere Spezialeffektlegenden, wie z.B. Ray Harryhausen hauchte Stan den Dinos und Außerirdischen die er baute eine Seele ein, wovon auch sein eigener Film „Pumpkinhead“ profitiert.

Mein Fazit: 6 von 10 Halloweenmonstern

Stan Winston hat einen Film gedreht, den jeder ansehen sollte, der auf klassische Slasherfilme und handgemachte Effekte steht. Das liefert der Streifen nämlich wirklich gut ab – abgesehen davon hat man es aber mit einem Horrorfilm zu tun, der tief im Sumpf der Durchschnittlichkeit steckt. Der Anfang zieht sich stark und die Teenies die nacheinander abgeschlachtet werden sind allesamt uninteressant und austauschbar.

 

Obwohl Stan Winston natürlich der Overlord für praktische Monstereffekte ist, konnte er in seinem eigenen Film nicht gleichzeitig Regie führen UND die Effekte machen. Also übernahmen in Pumpkinhead seine Mitarbeiter Alec Gillis und Tom Woodruff Jr. die hauptsächliche Arbeit an dem Titelgebenden Ungeheuer. Inzwischen haben die beiden ihre eigene Specialeffektfirma, die wirklich fantastische Ergebnisse abliefert. Ich finde die zwei Typen auch überaus sympatisch, und darum möchte ich euch dieses Making-Of-Video nicht vorenthalten, bei dem man sehen kann wie viel Spaß die Leute damals hatten.

2 Pings

  1. „HARBINGER DOWN“ Review » Degl-Toons

    […] eben noch keinen klasse Streifen aus. Die Schauspieler sind abgesehen vom großen Lance Henrikson (Pumpkinhead, Terminator, Stung) keine Überflieger, richtig Spannung mag nicht wirklich aufkommen und sogar die […]

  2. „STUNG“ Review » Degl-Toons

    […] Amerikaner – allen voran Genreikone Lance Henrikson (bekannt aus Aliens, Terminator und auch Pumpkinhead). Doch dahinter steckt die deutsche Firma Rat Pack Produktion (Der Wixxer, Wir sind die Nacht, Fack […]

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