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Mrz 29

Retroreview Castlevania

Letzte Woche hab ich ja das neue ‘Castlevania: Lords of Shadow: Mirror of Fate’ durchgedaddelt (Anm. d. Redaktion. Wir berichteten) Da dieses 3DS Spiel jetzt zwar ganz okay war, aber meine Erwartungen trotzdem nicht erfüllte habe ich das einzig richtige getan: Ich habe das erste Castlevania wieder ausgegraben und stell mich erneut dem ollen Dracula! Die meisten von euch (und ich selbst auch) waren nochnichtmal auf der Welt, als sich das erste Castlevania aus seiner Gruft erhob und sich in den NES’s von tausenden unschuldigen Gamern festbiss! Und weil dadurch wohl viele von euch noch nicht dieses Urgestein der Horrorvideospiele in den Händen hielt möchte ich euch eine feine, kleine Retroreview schenken!

Damals brauchte man keine großen Storytwists, Filmsequenzen und den ganzen Schnick-Schnack! Die technischen Limits dieser Zeit verhinderten, dass man ein schlechtes Spiel hinter schicken Grafiken und bombastischen Effekten versteckt um das nächste Blockbustergame auf den Markt zu werfen – Oh Nein, damals war dein Spiel entweder beliebt weil es gut war, oder du konntest es in der Pfeife rauchen. Bei Castlevania drückt man auf Start, dann sieht man wie Simon Belmont zum Tor des Schlossanwesends geht und schhom seid ihr im Spiel. Und mit “Spiel” meine ich eine süchtig machende Tortur. Wenn man das erste mal mit Simon läuft, springt und ihn seine Peitsche mit den äußerst passenden Namen “Vampirekiller” schwingen lässt, merkt man, dass er langsam ist, er im Sprung die Richtung nicht mehr ändern kann und er für den Peitschenschlag erst ausholen muss, was eine Verzögerung bewirkt. Man könnte sagen, die Steuerung ist steif, zäh und langsam – aber sie passt hier wie die Faust auf Auge! Du kannst nicht unbeschwert rumhüpfen und rennen wie ein Klempner im Pilzkönigreich, nein du bist im motherfucking Schloss von Dracula und hier muss jede Bewegung genau durchdacht und getimed sein, denn alles andere bedeutet den sicheren Tod!

Die Regeln des Spiels sind hart und teilweise auch etwas unfair, aber genau das macht den Reiz aus! Denn wenn man weiß was man tun muss und das mit Peitsche, Weihwasser, Axt und Co auch schafft wird man mit einem riesen Erfolgserlebnis belohnt. Ob es nun Frankensteins Monster zu besiegen gilt, man gegen dutzende aggressive Bucklige kämpft, oder man den berüchtigten Gang mit den Rittern und den fliegenden Medusaköpfen durchschreitet, nichts wird einem Geschenkt. Doch wenn man wieder einen Boss besiegt hat, kann man mit vom Stolz geschwollener Brust ins nächste Level stapfen. Während man durch die gothischen Gemäuer voller klassischer Monster wandert hört man auch einen der besten Videospielsoundtracks überhaupt. Es ist die Art von Musik, die sich in dein Hirn brennt, wie die Tracks aus Mario oder Zelda. Die Tracks untermalen die Szenen nicht nur, wie in vielen moderneren Games, sondern sie werden zu richtigen Ohrwürmern.

Mein Fazit:
Castlevania ist arschschwer, aber arschgeil! Sobald man mit der eigenwilligen Steuerung klarkommt ist man infiziert. Es mag kein Stoff für leicht zu frustrierende Gemüter sein, aber wer eine Herausvorderung zu schätzen weiß wird bald Blut geleckt haben. Inzwischen kann man das Spiel gebraucht für den Gameboy Advance kaufen, oder für die Virtual Console auf Wii oder 3DS herunterladen – es ist auf jedenfall nicht teuer und sein Geld mehr als wert.

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  1. “SHOVEL KNIGHT” Review » Degl-Toons

    […] Schaufel, sowie die vielen Items, ähneln zu gleichen Teilen den Kampfsystemen der ersten Castlevanias, sowie Zelda 2! Doch versteht mich nicht Falsch – Shovel Knight ist nicht einfach ein […]

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