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Mrz 26

„STUNG“ Review

Stung ReviewLeute, die sich schon ein oder zwei mal auf meinen Blog verirrt haben sollten wissen, dass ich Horrorfilme liebe. Allerdings weniger das neue Zeug wie Paranormal Activity oder Insidious, sondern eher klassische Monsterstreifen aus den Achtzigern und frühen Neunzigern. Und tatsächlich es gibt noch solche Filme. Nur kommen die so gut wie nie ins Kino. Man muss sich an die DVD- und Bluraywühltische dieser Welt begeben und dort nach kleineren Produktionen suchen. Ein Film, auf dessen Release ich schon länger wartete und ebenfalls in diese Kategorie fällt ist „Stung“. Aber um was geht es in Stung? Also, üblicher Reviewablauf hier: Erstmal kleine, spoilerfreie Handlungszusammenfassung und dann geht’s ans eingemachte.

 

Irgendwo weit ab vom Schuss, in einer alten Villa hält eine wohl ebenso alte Dame ihre Geburtstagsparty. Paul ist ein sympatischer taugenichts, der zusammen mit seiner Cheffin Julia das Catering für diese Gartenparty schmeißen sollen. Doch wie so oft bei Gartenparty werden die Gäste von Wespen genervt. Nur hier sind die stechfreudigen Insekten noch etwas nerviger wie sonst. Die mutierten Wespen schwärmen aus ihren Erdloch heraus und jeder der das Pech hat gestochen zu werden, verwandelt sich in die Brutkammer für den gigantischen Wespennachwuchs. Paul, Julia und ein paar andere schaffen es sich fürs erste in der Villa zu verschanzen, aber diese bietet nur kurzzeitig Schutz.

Stung liefert einem typische Tierhorrorkost im Stil von „Formicula“, „Tremors“ oder „Mimic“. Das besondere an dem Streifen ist jedoch, dass er eine deutsche Produktion ist. Ja, die Schauspieler sind fast ausnahmslos Amerikaner – allen voran Genreikone Lance Henrikson (bekannt aus Aliens, Terminator und auch Pumpkinhead). Doch dahinter steckt die deutsche Firma Rat Pack Produktion (Der Wixxer, Wir sind die Nacht, Fack ju Göhte) und die Villa, in der der Film spielt steht in der Nähe von Berlin. Der deutsche Regisseur Benni Diez kommt aus der Special Effect Branche, was man den Monsterwespen auch anmerkt. Für einen so kleinen Film sehen diese nämlich verdammt gut aus. Nicht nur die Puppenversionen der Wespen, sondern auch die computergenerierten Effekte. Und das ist ein Lob, das ich nur selten ausspreche. Stung ist eine schön blutige und ekelhafte Sache, genau so, wie es eben in einem etwas trashigen Creature-Feature abgehen sollte. Was mich zu meinem einzigen größeren Kritikpunkt führt. Stung ist oft ein bisschen zu sehr Hommage. Er ist teilweise einfach nicht originell genug um groß aus der Masse hervorzustechen (hö hö stechen, versteht ihr). Doch manchmal muss es keine mords innovative Story sein. Benjamin Munz, der Produzent des Streifen sagte in einem Interview, dass Stung ein Film sein soll, den man an einem verregneten Sonntagnachmittag mit seinen Kumpels ansehen sollte. Und genau das ist ihnen eigentlich sehr gut gelungen.

 

Mein Fazit: 7,5 von 10 Dosen Insektenspray

Ein spaßiges, blutiges Stück handwerklich sehr gut gemachte Monsterhunterhaltung für zwischendurch. Stung erfindet nicht das Rad neu, aber gibt einem als Fan von Tierhorrorstreifen aus den Achtzigern neues Futter. Und gerade weil es sich um eine deutsche Produktion handelt, sollte man dem Film Aufmerksamkeit schenken. Denn, wer weiß, vielleicht entschließt sich dadurch die deutsche Filmförderung öfters für so olle Monsterschinken ein paar Euro springen zu lassen.

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  1. „HARBINGER DOWN“ Review » Degl-Toons

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