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Apr 19

„TERMINATOR 3 – REBELLION DER MASCHINEN“ Review

Es sind seit dem letzten Terminator-Film mehr als zehn Jahre ins Land gestrichen. James Cameron hat sich seiner Reihe abgewandt. Er hatte seine Geschichte erzählt und der Reihe vorerst ein schlüssiges und final wirkendes Ende verpasst. Doch wie so oft in Hollywood ist das noch lange kein Grund aufzuhören weiter Filme zu drehen. Es geht weiter, solange der Rubel rollt!

Terminator 3 CoverIn der Zukunft werden die Maschinen die Herrschaft übernehmen. Der Supercomputer Skynet zettelt einen atomaren Krieg an um die Menscheit zu vernichten. Die wenigen Überlebenden kämpfen unter der Leitung von John Connor tapfer gegen die Maschinen. Skynet schickt darum einen als Menschen getarnten Terminator in die Vergangenheit um ihn noch vor dem Krieg zu töten. Die Menschen schaffen es jedoch einen Beschützer für den jungen John Connor zu entsenden. Einen umprogramierten Terminator, gespielt von Arnold Schwarzenegger. Ja, das hört sich sehr, sehr arg nach Terminator 2 an. Doch es sind auch ein paar Sachen anders: Der böse Terminator, genannt Terminatrix oder T-X sieht aus wie eine Frau, und obwohl dieser Tötungsaparat auch teilweise aus Flüssigmetal besteht, wie der Antagonist im Vorfilm, hat sie trotzdem ein Endoskelett wie der klassische T-800. Zudem kann sie mittels Nanorobotern alles elektronische, was sie berührt fernsteuern. Ihr Auftrag ist auch etwas weitgefächerter wie die bisherigen: Nicht nur der inzwischen zum jungen Mann herangewachsene John Connor soll sterben, sondern auch alle anderen, die ihm Helfen die Rebellion zu führen.

Wer hätte es geahnt. Ohne James Cameron geht es Berg ab mit dem Terminator. T3 ist ein lauwarmer Aufguss von T2. Wenig verwunderlich, denn die Filmographie des neuen Regiesseurs Jonathan Mostow ist nicht sonderlich beeindruckend. Ich meine, der Kerl bezeichnet Wolfgang Petersens Meisterwerk „Das Boot“ als verlogen, weil die deutsche Besatzung „zu menschlich“ dargestellt wird, er selbst hat allerdings einen U-Boot-Film gedreht, bei dem die Amerikaner den Nazis die Enigma-Verschlüsselungsmaschine abluchsen, obwohl dies eigentlich die Briten vollbrachten. Das ist doch ziemlich ironisch, oder? Kommen wir zurück zum Terminator – um genauer zu sein zu Arnold Schwarzenegger, der hier anscheinend eine Parodie auf seine Paraderolle spielt. Viele Schlüsselszenen aus den vergangenen Filmen werden fast eins zu eins nachgestellt, nur eben mit einem blöden Gag. Besonders Arnies Klamottenbeschaffung im Schwulenclub mit dem anschließenden Aufsetzen der Sternchenbrille trägt ungemein dazu bei den ernsten Charakter zu demontieren. Der ganze Mythos des Terminators  leidet ebenfalls unter der Fortsetzung. So wird alles was in Camerons Filmen festgelegt wurde über den Haufen geworfen. Aber wir wollen ja nicht NUR motzen. Es gibt ein paar anständige Actionszenen im Film, allen voran die Verfolgungsjagd mit dem großen Kran, die zum Teil Arnold Schwarzenegger selbst bezahlen musste weil das Budget des Films langsam knapp wurde. Wir fassen zusammen: Laue, unnötige Nachmache vom Vorgänger, aber immerhin etwas unterhaltsames Krach-Bumm.

Mein Fazit: 4,5 von 10 Plasmakanonen

Niemand auf dieser, Gott sei Dank noch nicht von den Maschinen beherrschter Erde hätte diese Fortsetzung gebraucht. Wenn mal nichts besseres in der Glotze läuft und man gerade Lust auf einen Actionfilm ohne Tiefgang hat, kann man sich T3 mal geben, aber ansonsten macht man am besten einen großen Bogen um den Streifen. Wenn ich “Terminator 3: Rebellion der Maschinen” mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es wohl “überflüssig”.

2 Pings

  1. „TERMINATOR: GENISYS“ Review » Degl-Toons

    […] als Killerroboter und 6 Jahre nach dem letzten Film des Franchises. Wie wir wissen waren „Terminator 3“ und „Terminator: Die Erlösung“ beide Enttäuschungen. Keine der James-Cameron-losen […]

  2. „TERMINATOR: DIE ERLÖSUNG“ Review » Degl-Toons

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