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Nov 04

“THE BABYSITTER” (2017) Review

Eigentlich ist ja jetzt Halloween vorbei und ich könnte mich etwas anderem widmen als Horrorfilmen. Aber Scheiß drauf! Ich schreibe das ganze, verdammte Jahr über Horrorfilme und ich gedenke nicht aufzuhören. Darum habe ich mir vor kurzem auch „The Babysitter“ angesehen. Einer von Netflix produzierten Horrorkomödie die seit 3. Oktober 2017 auf dem Streamingdienst angeboten wird. „Death Note“, der letzte Netflix-Film den ich mir ansah hatte ein paar sehr schwere Probleme, also schauen wir mal ob „The Babysitter“ etwas besser ist. Kommen wir zum Plot:

the-babysitterCole ist ein zwölfjähriger typischer Nerd. Er hat vor allen Angst und er wird gehänselt. Nicht zuletzt, weil seine Eltern für ihn immer noch regelmäßig einen Babysitter engagieren. Doch Cole hat mit seinem Babysitter einen echten Glückgriff gelandet. Bee, seine Babysitterin, ist nicht nur unglaublich attraktiv, sie ist auch mehr oder weniger seine beste Freundin. Bee beschützt ihn vor Rüpeln, sie lieben die gleichen Filme und haben einfach eine menge Spaß wenn sie zusammen rumhängen. Das alles ändert sich aber dramatisch, als Cole einmal heimlich länger aufbleibt um zu sehen was Bee so treibt während er normalerweise schläft. Dabei entdeckt er, dass Bee und ihre Freunde satanische Menschenopfer durchführen.

Wieso redet kein Schwein über diesen Film? Ich meine jetzt nicht, dass ich online große Lobeshymnen erwartet hätte, oder dass jeder den Streifen auseinandernimmt, aber es fehlt überhaupt eine Form von Dialog – so als wäre der Film schon jetzt in Vergessenheit geraten. Was ich nicht verstehen kann, da dieser Film definitiv Gesprächsstoff bietet. „The Babysitter“ ist eine klare Homage an 80s Slasherfilme wie die der Freitag der 13.-Reihe. Nur dass er die üblichen Opfer dieser Filme – die babysittenden Teenagerstereotypen zu den Tätern macht und ein Kind zum Protagonisten kürt. Dabei schlägt „The Babysitter“ aber eindeutig humoristische Töne an. Der Film ist komplett OVER THE TOP. Teilweise nimmt dies sogar schon fast surreale Züge an. So ist der Film voller knalliger Farben und alles wirkt seeeeehr überzeichnet. Wenn jemand von einer Pistole angeschossen wird, fliegt er durch den ganzen Raum, Blut spritzt in Fontänen aus Wunden wie Wasser aus einen Hydranten und die Spinnen unter dem Haus sind natürlich ausschließlich handflächengroße Vogelspinnen. Der Film ist gewollt sehr übertrieben und sehr dämlich, aber dies macht eben den Charme des Streifens aus. Es ist cool, wenn sich Cole mit einer Mitschülerin unterhält und währenddessen alles im Hintergrund in Zeitlupe abläuft, aber es ist irgendwie fehl am Platz, wenn der Film kurz stoppt und dann in großen Lettern „WHAT THE FUCK“ auf dem Standbild steht um irgend einen Szene zusätzlich zu unterstreichen. Das erinnert mich etwas an den Streifen „Zombieland“, bei dem dieses Stilmittel aber viel besser funktionierte, da es zum Erzählstil des Films passte. Hier wirkt dies einfach nur deplatziert. Was ich aber dem Film sehr positiv anrechnen muss ist die Chemie zwischen Bee und Cole. Man glaubt den beiden, dass sie wirklich sehr gut befreundet sind und selbst wenn dann „Babysitter“ und „Baby“ zu Jäger und Gejagtem werden merkt man dies immer noch. Tatsächlich hat der Regisseur mit dem Pseudonym McG, der zuvor Filme wie die „3 Engel für Charlie“-Filme und „Terminator: Die Erlösung“ drehte, mal einen Film gemacht, der mir gefällt.

 

Mein Fazit: 6,5 von 10 intergalaktischen Dream-Teams

„The Babysitter“ ist ein trashiger, übertriebener und furchtbar dummer Film. Aber wenn man einfach mal Lust auf einen extrem kurzweiligen Film voller Blut, Action und Humor hat, dann ist er genau das Richtige. Hier und da schwankt der Streifen zwar zwischen gewollt albern und ungewollt albern, aber im großen und ganzen eine sehenswerte Horrorkomödie.

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