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Okt 01

“THE DEVIL RIDES OUT” Review

Es ist wieder Oktober und somit Zeit ein paar Horrorfilme unter die Lupe zu nehmen. Peter Cushing-Streifen habe ich ja schon einige hier vorgestellt darum habe ich mir gedacht ich könnte mich diese Halloween-Season mal seinen etwas bekannteren besten Kumpel widmen – die Rede ist natürlich von Christopher Lee, einem der größten Ikonen des britischen Kinos! Macht euch also dafür bereit in den nächsten Wochen einiges über Lee und seine Filme hier zu lesen!

Wir beginnen mit dem Streifen „THE DEVIL RIDES OUT“ von 1968, der auch unter dem Titel „THE DEVILS BRIDE“ bekannt ist und in Deutschland als „DIE BRAUT DES TEUFELS“ in die Kinos kam. Da es aber seltsamerweise nicht wirklich um eine Braut des Teufels geht, und mir der Titel am besten gefällt, werde ich bei „The Devil rides out“ bleiben. Außerdem hieß so auch der Roman von Dennis Wheatley worauf dieser Film basiert. Kommen wir zur Handlung des Films:

the-devil-rides-outChristopher Lee spielt Nicholas Duc de Richleau, der zusammen mit seinem Kumpel Rex van Ryn das seltsame Verhalten von Simon Aron untersuchen sollen, der wiederum der Sohn eines gemeinsamen Freundes ist. Der Duc und Rex lassen sich das natürlich nicht zwei mal sagen und besuchen unangekündigt das Anwesend des jungen Simon Aron um ihn mal auf den Zahn zu fühlen. Dabei platzen sie in eine vornehme Veranstaltung die Simon abhält mit Gästen aus aller Herren Länder. Simon beharrt zwar darauf, dass er lediglich einem Verband von Astrologiebegeisterten beigetreten ist, aber der Duc, der ein Fachmann für das Spirituelle und Okkulte ist, durchschaut die Situation sofort! Simon ist einem Zirkel aus Satanisten zum Opfer gefallen und auch er soll seine Seele dem Teufel opfern. Der Duc de Richleau und Van Ryn müssen nun alles daran setzen sowohl Simon, als auch eine junge Frau namens Tanith aus dem Bann der Satanisten zu befreien und den Anführer der Satanisten Mocata mit seinen dämonischen Kräften das Handwerk zu legen.

“The Devil Rides Out” ist ein Film der Hammerstudios, die hauptsächlich für ihre Gothichorrorfilme wie „Frankensteins Fluch“, „Dracula“ und „Die Rache der Pharaonen“ bekannt sind, in denen meistens Peter Cushing einen Gelehrten spielt, der gegen Christopher Lee in der Rolle des Bösewichts/Monsters kämpfen muss. Selbst in den zahlreichen Streifen in denen Cushing nicht zu gegen war, durfte Lee meist den Antagonisten spielen. „The Devil Rides Out“ bildet hier jedoch eine Ausnahme und unter der Regie von Hammers Starregisseur Terence Fisher schlüpfte Lee in die Rolle des heroischen und gebildeten Kämpfer gegen das Böse. Und anscheinend gefiel ihm diese Abwechslung so sehr, dass er des öfteren angab, dass „The Devil Rides Out“ sein persönlicher Lieblingsfilm unter all den Streifen ist, die er für das Kultfilmstudio Hammer drehte. Mir hingegen fallen auf den Schlag einige Hammer-Christopher-Lee-Filme ein, die ich besser finde. Damit will ich aber nicht sagen, dass mir „The Devil Rides Out“ nicht gefallen hat, aber die Liste an Christopher Lee Filmen ist so lang, da gibt es schon noch ein paar andere bessere Kandidaten. Das erste mal, dass ich eine Szene aus „The Devil Rides Out“ gesehen habe war in Iron Maidens Musikvideo zu „The Number of The Beast“ in dem man einen Ausschnitt mit dem im Film vorkommenden Teufel sieht. Ich muss sagen, ich habe mich damals schon interessiert, woher dieser Ausschnitt stammt (Wobei ich es auch extrem cool fand, dass eine Szene aus einem Godzillafilm in dem Musikvideo auftaucht). Der Teufel, oder „The Goat of Mendes“ wie sein ziegenköpfiges Auftreten genannt wird ist das bekannteste Bild aus dem Film, doch die Szene ist nicht etwa teil des Finales, sondern schon überraschend früh im Film zu sehen. Unter der Ziegenmaske versteckt sich übrigens Stuntman Eddie Powell, der unter anderem bei den Alienfilmen öfters mal die Stuntarbeit des Xenomorphs übernahm. Doch wenn die bekannteste Szene des Films schon im ersten Drittel des Films auftaucht, ist dann der rest überhaupt sehenswert? Ja, ich finde schon. Charles Grey, der auch Bonderzfeind Blofeld spielte, ist hier der Kultführer Mocata und ist herrlich böse. Seine dämonischen Beschwörungen und Gedankenkontrollangriffe und Christopher Lees Bemühungen diese Abzuwehren machen den Film aus. In der besten Szene des Streifens zieht Lee um sich und seine teils skeptischen Mitstreiter einen Bannkreis um sich vor den Angriffen Mocatas zu schützen – das ist wirklich köstlich umgesetzt. Da Terence Fisher zu diesem Zeitpunkt bereits über ein dutzend Filme für Hammer drehte, wusste er genau wie er seine Gurselkost verpacken muss und lieferte diesen Okkultstreifen wahrscheinlich schon fast routiniert ab.

Mein Fazit: 6 von 10 Ziegen von Mendes

Auch wenn hier und da mal nicht alles logisch im Film läuft und mir gewiss ein halbes dutzend besserer Zusammenarbeiten zwischen Lee und Hammer einfallen, ist „The Devil Rides Out“ trotzdem ein unterhaltsamer Streifen über das Okkulte. Charles Grey spielt einen überzeugenden Bösewicht, was wichtig ist, wenn ein Vergleich mit Christoper Lee unvermeidbar ist. Und Lee selbst ist grandios wie immer!

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  1. “TO THE DEVIL A DAUGHTER” Review » Degl-Toons

    […] Titel, nicht zuletzt wegen der Verwechslungsgefahr zu „Die Braut des Teufels“ alias „The Devil Rides Out“. Wie auch immer, ich bleibe beim englischen Titel, der geht viel besser über die Zunge. Aber […]

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