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Nov 19

“TREMORS” (1990) Review

Wenn es irgend eine Art von Film gibt, auf die ich besonders stehe, dann sind es Monsterfilme! Mordende, makabere Monster, zum Leben erweckt durch clevere Special Effects und ein Team von liebenswerten Helden, die versuchen aus den Klauen dieses Monsters zu fliehen. Und ein sehr gutes Beispiel für diese Art Film ist Tremors von 1990. Kommen wir ohne große Umschweife zur Handlung des Streifens:

 

tremors-reviewMitten in dem abgeschiedenen, kleinen Wüstendörfchen Perfection in Nevada fristen Val und Earl kein beneidenswertes Leben. Die beiden Arbeiten gemeinsam als „Mädchen für alles“ – Sie entsorgen Müll, reparieren Elektrogeräte und ziehen Weidezäune. Eigentlich haben sie es satt und wollen gemeinsam in der nächst größeren Stadt Bixby ein neues Geschäft aufziehen. Doch gerade als sie abhauen wollen ereignen sich einige grausige Dinge in Perfection Valley. Komplett zerfetzte Schafe, ein toter Dorfalkoholiker und die einzige Straße die aus dem Tal führt ist verschüttet. Bald wird klar, dass sich unter der Erde seltsame, wurmartige Kreaturen befinden, die sich mit einem affenzahn durch den Wüstenboden graben und auf alle Einwohner des einsamen Landstrichs Jagd machen.

 

 

2016 war ich in Lone Pine, Kalifornien, wo Tremors gedreht wurde. Dort kann man sich auch ein paar der Originalrequisiten des Streifens ansehen!

Tremors ist herrliche B-Movie-Kost, wie sie es heute eigentlich nicht mehr gibt. Die beiden Filmemacher Steven Wilson und Brent Maddock saßen schon einige Jahre auf einer Filmidee, die sie damals noch „Landsharks“ nannten. Nachdem die beiden mit „Nummer 5 lebt“ und dessen Fortsetzung die Aufmerksamkeit der Filmstudios erweckten, waren diese bereit die eher trashige Idee der „Landsharks“ zu produzieren. Unterirdische Monster sind an sich ein geniales, kostengünstiges B-Moviekonzept, da man die Biester so kaum zu Gesicht bekommt. Das spart Special Effekts und erzeugt mehr Spannung – das funktionierte bereits bei „Der weiße Hai“. Tremors geht hier die Extrameile und zeigt einem die genau richtige Dosis der als „Graboiden“ betitelten Erdwürmer. Die Graboiden wurden ausschließlich mit parktischen Effekten, also Puppen, animatronischen Robotern und Miniaturen geschaffen. Die Effekte hierfür stammen von Alec Gillis, Tom Woodruff Jr. und ihrer frisch gegründeten Firma Amalgamated Dynamics Inc. Die beiden arbeiteten an Filmen wie der Alienreihe, Pumpkinhead, der Spider-Man Trilogie, Jumanji und Starship Troopers – also wahre Meister ihres Faches. Es überrascht also kaum, dass der Film immer noch extrem gut aussieht. Als sympatisches Leinwandduo Val und Earl wurden Kevin Bacon und Fred Ward gecastet, die man einfach nur lieben muss. In den Nebenrollen ist auf jedenfall Michael Gross als Waffennarr Burt Gummer zu erwähnen, der als einziger in sämtlichen Fortsetzungen der Tremors-Reihe auftaucht und so mehr oder weniger zum Gesicht des Franchises wurde. Außerdem dabei ist eine noch sehr junge Ariana Richards, die drei Jahre später in Jurassic Park mitspielte und hier das erste mal die Erfahrung machte, dass man sich beim Angriff eines riesigen Fleischfressers am besten nicht bewegen sollte. Die Figuren sind toll, da sie bodenständig sind, aber auch sehr witzig sein können, und dies spiegelt eigentlich den ganzen Film wieder. Es ist unterhaltsam, wie Earl, Val und der ganze Rest versuchen die Würmer und deren auf das Gehör beschränkten Sinne zu überlisten, aber es wirkt nie zu abgedreht. Alles funktioniert nach den in diesen Film gesteckten Regeln, ist logisch und meist recht clever geschrieben. Es ist genau die Art von Film, die ich gerne ansehe, für die es aber keinen passenderen Begriff als Monsterfilm gibt. Ich würde nicht sagen, dass es ein Horrorfilm ist, da diese ja im Zuschauer ein Angstgefühl erzeugen sollten. Eine Horrorkomödie kommt meiner Meinung nach auch nicht wirklich in Frage. Im Prinzip ist Tremors Stil nicht großartig anders als der von Jurassic Park – und hier redet auch keiner von einer Horrorkomödie, oder? Es sind verdammte Monsterfilme, basta!

 

Mein Fazit: 8 von 10 Rohrbomben

Als Tremors damals ins Kino kam wollte ihn niemand sehen. Er ging am Boxoffice unter. Doch später, als er auf VHS erschien wurde er zum Hit und entwickelte sich zum Kultklassiker! Es ist die gesunde Balance aus Horror, Humor und Abenteuer, gepaart mit sympatischen Charakteren und gut gemachten Effekten, die „Tremors“ zu einem Kultklassiker gemacht haben. Der Streifen ist sehr einfach, aber clever und mit Liebe zum Detail gedreht worden. Wer den Film noch nicht gesehen hat sollte dies bald nachholen!

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  1. “TREMORS 2″ (1996) Review » Degl-Toons

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