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Nov 25

“TREMORS 2″ (1996) Review

Wenn wir uns schon gerade den ersten Tremors-Film angesehen haben, machen wir doch gleich mit dessen Fortsetzung weiter, oder? Diese erschien 1996 nicht im Kino, sondern war eine Direct-to-Video-Produktion. Tremors 2 musste zudem auch ohne den größten Star des Erstlings, Kevin Bacon auskommen. Ob das Ergebnis trotzdem sehenswert ist, werden ich euch nach der Handlungszusammenfassung erzählen.

tremors-2-reviewVal und Earl haben nach den Ereignissen des ersten Films von ihren 15-Minutes-of-Fame ordentlich profitiert. Während Val jedoch Rhonda heiratete und erst mal ausgesorgt hat, traf Earl nicht ganz so gute Entscheidungen. Er lebt nun alleine im Perfection Valley und versucht sich als Straußenfarmer – mit wenig Erfolg. Allerdings bietet sich ihm bald eine Gelegenheit um wieder etwas schnöden Mammon zu verdienen. In einem Erdölgebiet in Mexiko sind Graboiden aufgetaucht und attackieren dort Menschen. Da die Firma, die das Erdöl abpumpen will, nicht weiterarbeiten kann, solange die unterirdischen Monsterwürmer unterwegs sind, suchen sie nach Leuten, die es mit den Graboiden aufnehmen können und setzen 50.000 $ Kopfgeld pro toten Wurm aus. Geld das Earl und Grady, sein neuer, übereifriger Partner gut brauchen könnten. Nachdem beide nach Mexiko gereist sind und sich ordentlich vom mexikanischen Militär haben ausrüsten lassen, finden sie heraus, dass sich hier viel mehr Würmer herumtreiben als gedacht. Damit hören die Probleme aber nicht auf: Anscheinend durchlaufen die Graboiden eine Metamorphose und verwandeln sich in eine völlig neue Lebensform, die aber eben so nimmersatt wie ihre Larvenform ist.

 

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Shrieker – nervige Beaster

Brent Maddock und S. S. Wilson sind zurück mit ihren Wurmmonstern. Diesmal jedoch nicht nur als Drehbuchautoren. Wilson hat bei der Fortsetzung von Tremors sogar platz auf dem Regiestuhl genommen. Ursprünglich wollte Universal 17 Millionen Dollar in den Film investieren und er sollte in Australien gedreht werden. Doch das Studio änderte seine Meinung und darum wurde wie in Teil 1 wieder in Lone Pine, Kalifornien gedreht und zwar mit einem schmalen Budget von 4 Millionen Dollar. Zum Vergleich, Tremors 1 kostete 11 Millionen. Durch die Budgetkürzung mussten Wilson und Maddock leider einige Actionszenen streichen. Trotz all dieser Hindernisse ist der Film jedoch wirklich stark geworden! Die einzig wirklich negativen Punkte für den Film ist der von Christopher Gartin gespielte Grady, der bei Zeiten etwas nervig ist und die etwas schlecht gealterten Computereffekte. Diese sind zwar für eine Low-Budget Direct-to-Video-Produktion von Mitte der 90er wirklich nicht übel, und wurden sogar von Phil Tippetts Firma umgesetzt. Diese liefern die CGI-Effekte für Blockbuster von Jurassic Park bis Star Wars, aber trotzdem sind die computeranimierten Monsterszenen aus Tremors 2 schlecht gealtert. Dafür war wohl einfach zu wenig Zeit und zu wenig Geld im Spiel um sie so astrein umzusetzten wie es der Film verdienen würde. Bei den praktischen Effekten wurden erneut die Leute von Amalgamated Dynamics bemüht, die wiedereinmal grandiose Arbeit leisteten. Man merkt Tremors 2 an, dass hier die gleichen Leute hinter der Kamera arbeiteten wie im ersten Teil und dass diese ein wirkliches Interesse daran hatten eine würdige Fortsetzung zu drehen. Die „komerzialisierte“ Graboidenjagd ist eine coole Art die Story weiter zu erzählen. Und die Idee, dass sich aus den, an Engerlingen erinnernden Graboiden neue, kleinere Wesen entwickeln – die von den Special Effekt-Leuten „Shrieker“ getauft wurden – gibt den Streifen einen neuen Twist. Vor allem, da die Shreaker nicht mehr auf Vibrationen und Geräusche reagieren, sondern mit einem anderen, rudimentären Sinn ausgestattet sind, den es wieder zu überlisten gilt. Als Fan der Reihe freut es mich natürlich auch, dass Michael Gross als Waffennarr Burt Gummer wieder mit von der Partie ist und hier ein paar seiner denkwürdigsten Zitate vom Stapel lässt.

Mein Fazit: 8 von 10 RC-Autos mit Sprengsatz

Ich wette, wenn Universal damals die 17 Millionen Dollar hätte springen lassen wäre Tremors 2 genau so gut geworden wie der erste Teil. Denn Tremors 2 ist nur ein klitzekleines Bisschen schlechter als sein Vorgänger. Es wurde etwas mehr Wert auf Humor gelegt, die Monster zeigen sich komplexer aber dafür sind ein paar der Effekte nicht mehr so Zeitlos. Alles in allen ist Tremors 2 aber ein echt cooler Streifen und eine mehr als gelungene Fortsetzung, die jeder Monsterfan im DVD-Regal stehen haben sollte.

graboidshreakerchris

Lone Pine Filmmuseum: 90% Western – 10% schrullige Monsterfilme

 

2 Pings

  1. “TREMORS 4″ (2004) Review » Degl-Toons

    […] dem Regiestuhl nimmt dieses mal wieder Steven Wilson platz, der bereits bei Tremors 2 Regie führte. Ohne einen der beiden Serienchefs kränken zu wollen, muss ich betonen, dass Wilson […]

  2. „TREMORS 3“ (2001) Review » Degl-Toons

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