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Nov 29

„TREMORS 3“ (2001) Review

5 Jahre nachdem Tremors 2 in den Videotheken Einzug hielt, meldeten sich Brent Maddock und S. S. Wilson mit ihrer B-Movie-Reihe über Monsterwürmer zurück. Ob Teil 3 ebenfalls so positiv überrascht wie Teil 2 werden wir gleich klären. Zuerst aber einen kleinen Blick auf die Handlung:

tremors-3-reviewBurt Gummer ist inzwischen zu dem interantionalen Experten in Sachen Graboiden- und Shriekerjagd geworden, was er auch eindrucksvoll beweist indem er mit einer Shriekerplage in Argentinien kurzen Prozess macht. Danach wird es aber zeit für ihn endlich in sein Heimatdorf Perfection Valley zurück zu kehren. Und obwohl, hauptsächlich durch Burt, viele Sicherheitsvorkehrungen gegen die Graboiden getroffen wurden und die meisten Anwohner aus dem ersten Auftauchen der Graboiden durch Merchandise und Touren Profit schlagen, glaubt keiner mehr an eine Rückkehr der Monsterwürmer in das einsame Wüstendörfchen. Dies ändert sich natürlich rapide, als eben diese wieder auftauchen. Während ein paar Regierungsagenten versuchen die Graboiden als bedrohte Art zu schützen will Burt Jagd auf die Biester machen, die schon bald ihre Metamorphose zu den zweibeinigen Shriekern durchführen werden. Doch dies ist nicht die letzte Verwandlung, der Monster, wie Burt feststellen muss.

Tremors 3 kann nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Während man im zweiten Film schon auf Kevin Bacon verzichten musste, verabschiedete sich ab den 3ten Teil der Reihe auch Fred Ward. Nun ist Fanfavorit Michael Gross, aka Burt Gummer die Hauptfigur der Reihe. Er bekommt aber zugegebener maßen unverhoffte Unterstützung von den meisten Überlebenden aus den ersten Film. Sogar eine Post-Jurassic-Park Ariana Richards ist wieder dabei. Einige der Elemente aus dem Film finde ich eigentlich recht interessant. Das Vermarkten der Graboiden und das Erforschen durch die Regierung sind interessante Aspekte. Die Implementierung des Albinograboiden El Blanco ist eine putzige Idee und ich finde es immer cool, wenn man eine neue „Evolution“ zu einem Monster hinzufügt. Doch hier beginnen die Probleme: Die neue Verwandlung der Graboiden, die im englischen „Ass-Blasters“ und im deutschen „Arschknaller“ genannt wird, hat nicht nur einen doofen Namen, sondern ist eigentlich nichts anderes wie ein fliegender Shrieker, und bietet darum wenig was man neues mit ihm anstellen könnte. Das unterhaltsamste an Tremors 1 und 2 war wie diese oft höchstens durchschnittlich intelligenten Hinterwäldler diese vollkommen unbekannten Raubtiere überlisten müssen. Die Figuren schmieden Pläne um die etablierten Sinne der Monster zu täuschen oder gegen diese auszuspielen. Da die neue Entwicklung der Graboiden aber die gleichen Sinne besitzt wie in Teil 2 entfällt hier ein spannender Punkt den die Vorgänger zu bieten hatten bereits. Und dass die Biester nun fliegen können wirkt sich überraschend wenig auf die Handlung aus. Burt Gummer funktioniert auch meiner Meinung nach besser als exzentrische Nebenfigur als als Protagonist der Story – Burt ist immer noch das beste am Streifen, aber (und hier ziehe ich wieder meine Vergleiche zur Jurassic Park-Reihe) es ist wie mit Jeff Goldblum in Vergessene Welt. Er ist eine tolle Figur, aber wenn er das Zentrum der Handlung ist, verliert er zwangsläufig etwas seines exzentrischen Charmes. Und was Tremors 3 weiter schadet, ist, dass keiner der restlichen Charaktere sonderlich interessant wäre. Auch die Effekte sind nicht mehr so schön wie in den beiden Vorgängern, da hier noch mehr auf CGI gesetzt wurde. Tremors 3 erinnert an einen Fernsehfilm. Wie ein Pilotfilm für einer Spin-Off-Fernsehserie, die zwar für Fans genügend Gründe bietet sie anzusehen, aber in Qualität und Innovation nicht an die Filme heranreicht. Tatsächlich stimmt das auch irgendwie. 2 Jahre nach erscheinen von Tremors 3 startete auf Syfy (damals noch Sci Fi Channel) eine kurzlebige Tremors-Serie, die direkt an dessen Handlung anschloss. Ob dies damals schon so geplant war kann ich nicht sagen, aber leider ist Tremors 3 trotz vieler guter Ideen eine Enttäuschung.

5,5 von 10 mit Ducttape geklebten Hosen

Tremors 3 bietet hauptsächlich Variationen von bereits Bekannten und Gesehenen. Selbst die neuen Monster haben kaum neues zu bieten. Ich als Fan der ersten Filme bin zwar froh, dass es mehr Tremors-Stoff gibt, aber leider ist dieser nicht mehr als einfach „OKAY“.

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  1. “TREMORS 4″ (2004) Review » Degl-Toons

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