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Dez 09

“TREMORS 4″ (2004) Review

Nur weil die Tremorsreihe es nicht mehr ins Kino schafft, heißt das noch lange nicht, dass die Graboiden auf dem Abstellgleis stehen. Wie bereits in meiner letzten Review erwähnt wurde nach dem dritten Film eine kurzlebige Tremors-TV-Serie gedreht und parallel zu dieser arbeiteten die Köpfe hinter der Reihe, Steven Wilson und Brent Maddock an einen 4ten Film, der jedoch dieses mal ein Prequel darstellt, dass im Wilden Westen spielt. Kommen wir zur Story:

tremors-4-reviewEnde des 19. Jahrhunderts gab es bereits das winzige, aus den bisherigen Tremors-Filmen bekannte Dörfchen Perfection. Damals lief es allerdings noch unter dem weniger einladenden Namen Rejection. Die paar Leute die hier leben, wie die aus China eingewanderte Chang-Familie und Motelbesitzerin Christine, verdienen ihr Geld hauptsächlich damit die Arbeiter der örtlichen Silbermine mit Ausrüstung und Unterkunft zu versorgen. Die Existenz des Dörfchens steht aber auf dem Spiel, als niemand mehr die Silbermine betreten will, nachdem darin 17 Arbeiter brutal ermordet wurden. Einer der Überlebenden berichtet von Monstern, die aus dem Erdboden angriffen. Um der Sache auf den Grund zu gehen reist der wohlhabende Besitzer der Mine höchstpersönlich aus dem fernen Philadelphia an. Zufälliger weise handelt es sich dabei um Hiram Gummer, dem nicht so waffenbegeisterten Vorfahren von Burt Gummer, dem Gesicht des Franchises.

Auf dem Regiestuhl nimmt dieses mal wieder Steven Wilson platz, der bereits bei Tremors 2 Regie führte. Ohne einen der beiden Serienchefs kränken zu wollen, muss ich betonen, dass Wilson ein besserer Regisseur ist als sein Kumpel Maddock, der den 3. Teil der Reihe inszenierte. Tremors 4 konzentriert sich wieder auf die unterirdische Wurmform der Graboiden, wie der erste Film der Reihe. Ohne die zahlreichen anderen Formen der Monster wirkt der Streifen um einiges fokussierter. Auch das Wild West-Setting mach den Streifen ein Stück interessanter. Das größte Problem, das ich mit Tremors 4 habe ist die sehr erzwungenen Verwandtschaftsverhältnisse zu den Figuren der anderen Tremors-Filme. Ich glaube einfach nicht, dass die Chang Familie seit über 100 Jahren diesen Laden im Nichts betreibt, vor allem nicht, weil man im ersten Film deutlich sieht, dass Chang an der Fassade den ursprünglichen Namen des Ladens übermalt hat. Vor allem Burts Vorfahre Hiram macht die Geschichte schwer zu glauben. Im ersten Teil erzählt der Waffennarr, dass er extra in diese Gegend zog, weil sie so abgeschieden ist. Dass sein Urgroßvater Hiram, der ebenfalls von Michael Gross gespielt wird, zufällig einer der Gründer von Perfection ist, ist schon sehr weit her geholt. Der nicht enden wollende Gag, dass Hiram, im Gegensatz zu Burt, gar nichts mit Waffen anfangen kann wird leider auch schnell alt. Zumindest wurden die Graboiden wieder öffters durch praktische Effekte zum Leben erweckt. Und auch die Computereffekte sind deutlich besser als in Teil 3. Der ganze Film ist wieder eine deutlich rundere Sache und das Cowboygimmick ist trotz all der Klischees charmant.

Mein Fazit: 5 von 10 neuen Hüten für Juan

Immer noch keine Rückkehr zur Form der ersten beiden Tremors-Streifen, aber eine kleine Besserung nach Tremors 3. Wenn man sich nicht so sehr darauf versteift hätte die Vorfahren der Perfectionbewohner so unglaubwürdig in den Film zu quetschen würde ich den 4ten Ableger der Reihe bestimmt noch mehr mögen. So ergibt die Vorgeschichte leider etwas wenig Sinn, aber bietet trotzdem schöne Western-Unterhaltung für Fans der Graboiden.

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