«

»

Dez 22

“TREMORS 5″ (2015) Review

Bei Tremors 5 handelt es sich, wie inzwischen üblich, um eine Direct-to-Video-Produktion, die wie die beiden Vorgänger auf Michael Gross als Hauptdarsteller setzt. Ein großer Unterschied ist jedoch, dass es sich hierbei um den ersten Film der Reihe handelt, der ohne das Schöpferduo Wilson und Maddock auskommen muss. Die Frage ist ob das neue Produktionsteam die Graboiden wieder zu alten Erfolgen zurückführen kann, oder ob sie der Herausforderung nicht gewachsen sind. Auf zur Handlung:

tremors-5-reviewBurt Gummer, der Waffennarr aus den bisherigen Tremorsfilmen hat sich inzwischen einen Namen gemacht und ist Hauptdarsteller in seiner eigenen kleinen Fernsehsendung, in der er Überlebenstipps ala Bear Grills gibt. Wirklich gut läuft dieses Projekt jedoch nicht. Kurz nachdem sich Travis, ein Motocross fahrender Wildfang, als Burts neuer Kameramann anbietet, erscheint ein Herr von der südafrikanischen Wildtierbehörde. In Afrika sind fliegende Raubtiere aufgetaucht, deren auf die Beschreibung auf die unglücklich getauften, “Arschknaller” zutrifft. Zumindest im weitesten Sinne. Travis schafft es Burt davon zu überzeugen nach Südafrika zu reisen und sich des Problems anzunehmen. Doch dort erwarten beide ein paar unschöne Überraschungen. Erstens wurde ein Großteil der Waffen, die Burt zur Arschknaller- und Graboidenjagd angefordert hat vom Zoll eingezogen und zweitens scheint auf dem schwarzen Kontinent eine eigene Graboidenspezies zu leben, deren Auftreten und Verhalten sich in einigen Punkten von den bekannten Wurmmonstern unterscheidet.

Der Anfang von „Tremors 5: Blutlinien“ wirkt wie von Teil 2 abgekupfert, aber der Film entwickelt schnell eine eigene Identität. Die Formel bleibt trotz dem neuen, afrikanischen Setting und dem frischen Blut hinter der Kamera recht unberührt. Das meiste was so in Tremors 5 passiert haben wir so, oder so ähnlich schon mal gesehen. Aber es ist die Inszenierung, die hier deutlich moderner wirkt. Hauptverantwortlich wird dafür wohl Regisseur Don Michael Paul sein, der eine Art Experte für Direct-to-DVD-Fortsetzungen von Kinoerfolgen ist. Auf seinem Resume sind Streifen wie „Lake Placid: The Final Chapter“, „Jarhead 2“ und „Kindergarten Cop 2“ zu finden. Und trotz meiner Liebe für die ersten Tremorsfilme und ältere Monsterfilme im allgemeinen, tut dem Streifen diese Frischzellenkur gut. Sämtliche Monster im Film sind komplett Computeranimiert, aber die Effekte lassen sich, für einen Low-Budget-Streifen, wirklich sehen. Was mir weniger an dem “neuen” Tremors gefällt ist das neue Design der Arschknaller, die als solche eigentlich nicht mehr zu erkennen sind. Ich mag die fliegende Entwicklungsstufe der Graboiden sowieso am wenigsten und hier werden sie auch noch des klassischen Aussehens beraubt. Etwas Änderung hätte den Biestern gut getan, aber sie komplett umzugestalten finde ich übertrieben. Zentrum des Films und steter Lichtblick für alle Fans der Reihe ist natürlich wieder Michael Gross als Burt Gummer, der wie immer überzeugend, witzig und badass gegen sämtliche grabenden und fliegenden Monster kämpft. Seine Unterstützung in Form von Jamie Kennedy als Travis finde ich da hingegen irgendwie komisch. Kennedy zählte, als der Film erschien bereits 45 Lenze, soll aber der stürmische und heißblütige Jungspund an Burts Seite sein, der Motorradstunts macht und Burt über Twitter aufklärt. Das ist nicht wirklich überzeugend und wirkt etwas aufgesetzt. Dafür finde ich die Figuren der afrikanischen Tierärztin Nandi und des Arbeiters Baruti gelungen und passender für den Film. Die Wurmjagd macht auch im 5ten Teil noch Spaß, es schleichen sich aber tiefe logische Fehler im Drehbuch ein, über die ich nicht hinwegsehen kann. Die afrikanischen Einheimischen haben einerseits eigene Namen für die Assblaster und sogar Stammestänze, die die Jagd auf die fliegenden Monster beschreiben, haben aber andererseits keine Ahnung über die Monster und benehmen sich so, als wäre es das erste mal, dass die Graboiden und deren Metamorphosen auftauchen. Da hätten sich die Drehbuchautoren für eine der beiden Optionen entscheiden müssen.

 

Mein Fazit: 5 von 10 Autobatterien

Alles in allem reiht sich Tremors 5 qualitativ bei Teil 3 und 4 ein. Wie schon gesagt ist es immer cool Michael Gross zuzusehen, wenn er Graboiden in die Luft Jagd, aber an die ersten beiden Streifen kommt auch der 5te Teil nicht ran. Damit schließen wir die Tremors Reihe ab. Es wird immer wieder gemunkelt, dass Kevin Bacon zum Franchise zurückkehren will und mit ihm die Graboiden, vermutlich in Form eines Reboots, auch wieder die Kinoleinwand heimsuchen werden. Aber in trockenen Tüchern ist da noch nichts. Eine moderne, Blockbustervariante von Tremors will ich aber auch ehrlich gesagt gar nicht. Am liebsten wäre mir, wenn S. S. Wilson und Brent Maddock mit einem soliden 25 Millionen Dollar Budget einen neuen Streifen drehen würden und sich dafür eine komplett abgefahrene, neue und innovative Mutation für die Graboiden einfallen lassen um diese auf Michael Gross, Kevin Bacon und Fred Ward los zu lassen. Das würde ich wirklich feiern, aber wenn wir die Sache realistisch betrachten ist heutzutage ein Reboot wohl wahrscheinlicher.

2 Pings

  1. www.bitcoin-casino.review

    … [Trackback]

    [...] Find More on|Find More|Read More Informations here|Here you can find 43019 additional Informations|Informations to that Topic: degl-toons.de/wordpress/tremors-5-2015-review/ [...]

  2. sportsbook net

    … [Trackback]

    [...] Find More here|Find More|Read More Informations here|Here you will find 16748 additional Informations|Informations to that Topic: degl-toons.de/wordpress/tremors-5-2015-review/ [...]

Kommentare sind deaktiviert.