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Jun 02

Wie “Breath of the Wild” perfekt geworden wäre

breath-of-the-wild-review“The Legend of Zelda: Breath of the Wild” ist ein richtig starkes Spiel. Ich liebe das Game und trage sogar während ich diese Zeilen tippe ein T-Shirt von dem Spiel. Doch wie man auch in meiner Review lesen kann, gibt es einige Punkte, mit denen ich auch etwas unzufrieden bin. Manches ist Meckern auf hohen Niveau, bei anderen Sachen haben mich aber auch wirklich genervt. Aber was will man machen, kein Spiel ist perfekt! Genau darum geht es aber jetzt in meinem Artikel: Was würde ich ändern um Breath of the Wild von einem fantastischen Spiel zu einem perfekten zu machen?

 

1. Verbesserte NPCs

Das erste, dass ich mir in Breath of the Wild, zumindest für spätere Spielabschnitte, wünschen würde wären ein paar zusätzliche NPCs die einem unterschiedliche Dienstleistungen anbieten um den Spielfluss zu geschmeidiger zu gestalten. Zum Beispiel einen Koch! In irgend einem Dorf am Rand der Karte könnte ein Meisterkoch leben, dem man vielleicht zuerst seinen goldenen Kochlöffel wiederbringen muss, damit er sein Geschäft eröffnen kann. Bei ihm könnte man dann fertige Gerichte kaufen – vielleicht gleich mehrere Sachen auf einmal bestellen. Es wäre auch denkbar, dass man ihm die Zutaten für die Gerichte sogar zur Verfügung stellen muss, aber er könnte gleich mehrere Dinge gleichzeitig kochen, was einem viel Zeit vor Feuerstellen ersparen könnte. Ein zweiter sinnvoller NPC wäre ein Meisterschmied, bei dem man gegen Geld und Ressourcen seine Waffen wieder auf Vordermann bringen könnte. Zudem wäre es toll wenn bestehende NPCs ein Upgrade bekommen würden. Wieso kann ich bei den großen Feen z.B. nicht einfach mehrere Kleidungsstücke auswählen und gleichzeitig verbessern lassen? Eine Möglichkeit zureitbare Wildtiere im Stall zu registrieren und unterbringen zu lassen wäre auch fein. Vielleicht muss man zuerst eine Quest erfüllen um diese Möglichkeit freizuschalten und man kann nur ein Tier, dass kein Pferd ist unterstellen, aber es wäre zweifelsohne cool einen Elch oder Bären sein Eigen nennen zu dürfen. Und ich will Hunde streicheln können! Verdammt, die Köter sind so süß, wieso kann ich sie nicht knuddel?!

 

2. Epischer Soundtrack

Einen zweiten Punkt, den ich unbedingt nochmal erwähnen muss ist die Musik. Wäre es eine andere Spielreihe würde hier keinen so großen Aufstand machen, aber Zelda hat schon immer für fantastische Soundtracks gestanden und machte immer einen großen Teil des Charakters der Spiele aus. Bei Twilight Princess denke ich immer an diese epischen von Fanfaren und Hörnern begleiteten Hymnen, die einen begleiteten, Majora’s Mask hatte einen düsteren Soundtrack, mit ominösen und gruseligen Stücken. Eigentlich fröhliche Melodien, die mit der Zeit immer mehr und mehr von beklemmenden Noten penetriert werden wurden. Wind Waker hatte diese naiv-abenteuerlichen Songs, die das Seefahrtfeeling perfekt einfingen. Doch bei Breath of the Wild hielt man sich mit der Musik zurück. Wieso? Die meiste Zeit des Spiels befindet man sich auf dem freien Feld, wo diese Musik hier läuft:
Minimalistisches Pianogeklimper. Wo ist der Klang des Abenteuers und die Epik? In Kämpfen ist das kaum besser. Etwas hektischer wird auf den hohen Noten des Pianos getippt, aber wo bleiben die düsteren, bedrohlichen Battlethemes durchsetzt vom Gefühl des Kampfrausches? Breath of the Wild bräuchte für diese riesige Spielwelt viel mehr prägnante Songs – für jede Art von Gelände mindestens ein einprägsames Thema und diese müssten die Tradition der epochalen Ohrwürmer, die bisher die Soundtracks der Zeldaspiele füllten fortsetzen!

 

Okay, die nächsten drei Punkte werden etwas mehr miteindander verwoben sein, also verzeiht mir, wenn ich etwas Hin- und Herschwanke und mit Querverweisen arbeite

 

3. Größere Gegnervielfalt

Breath of the Wild braucht mehr unterschiedliche Gegner. Werfen wir einen Blick auf das was einem im Spiel so über den Weg läuft: Verschiedene Bokblins in drei größen und in unterschiedliche Farben, die Echsenwesen Lizafols in unterschiedlichen Farben, Skelettversionen dieser Gegner, Fledermäuse und Blobs in unterschiedlichen Farben und die Löwenköpfigen Leunen in vier Varianten. Selten trifft man einen Elementzauberer oder ein Steinwesen, aber das war es dann schon eigentlich. Und der Kampf zwischen Bokblins und Lizafols in all ihrer Farbpracht unterscheidet sich nicht. Es gibt noch Oktorocks und natürlich die Guardians, diese antiken Wächter. Okay, nun gehen wir ganz zurück zum allerersten Zelda, in dem es zudem noch Gegner, wie Darknuts, fiese Ritter gab, die Mumien Gibdos und die Spinnenähnlichen Tectites. Die lebenden Statuen Armos, Goriya mit ihren Bummerangs, Leever, Like-Likes, Vire, Geister und Pols Voice und Wallmaster. Eine menge sehr bescheuerter Namen, aber die Gegnervielfalt war vor 30 Jahren da. Und die meisten davon waren auch auf die eine oder andere Weise in vielen der nachfolgenden Spiele vertreten. Doch in Breath of the Wild findet man egal in welche Richtung man zieht die gleichen Monster. Was ich bräuchte um Breath of the Wild perfekt zu machen wäre eine große Gegnervielfalt in den unterschiedlichen Gebieten, gegen die man jeweils andere Strategien entwickeln muss. So wie in Bosskämpfen. Ja, die decke ich hier auch gleich noch mit ab, denn an denen mangelt es in Breath of the Wild auch. Die vier Bosse im Spiel sind ästhetisch und vom Kampfablauf recht ähnlich und auch Ganon als letzter Endboss ist leider eher enttäuschend. Was hier fehlt ist Abwechslung und ein eigenen Charakter, sowie ein größerer, längerer und schwierigerer finaler Kampf gegen Ganon. Das ganze Spiel dreht sich nur darum, dass man stark genug wird um Ganon zu besiegen, doch wenn einen der Kampf gegen diesen leichter fällt als der gegen einen der stärkeren Leunenvarianten, dann stimmt etwas nicht. Von dem her müsste Ganon mindestens 3 unterschiedliche Formen haben und einem viel mehr entgegensetzen! Und was die anderen Bosse angeht: Meine Idee wäre, dass man von mir aus die bisherigen Bosse behält, jedoch 4 neue hinzufügt, die in ihren eigenen Dungeons hausen – zu den Dungeons komme ich in meinem nächsten Punkt, aber lasst mich zuerst noch über die Bosse reden: Wie wäre es mit richtig schön aufgemotzen Versionen von ganz alten, klassischen Bossgegnern? Der Helmasaur King aus „A Link to the Past“, der mehrköpfige Drache Gleeok aus dem ersten Zelda, die immer wieder gern gesehene Riesenspinne Ghoma und das Wurmmonster Goldrom! Meiner Meinung nach, sollte man einen Boss wie Goldrom auf einer großen Ebene mit dem Pferd jagen können, während man beim Kampf gegen ein Spinnenwesen wie Ghoma vielleicht öfters Klettern müsste. Beim Helmasaur King könnte man vielleicht die Magnetismusfähigkeiten gegen seine Metallene Maske einsetzen oder Gleeok könnte riesengroß sein, so dass man mit dem Gleiter nutzen muss um an ihn ran zu kommen. Große Kämpfe, die abwechslungsreich sind sich auch von dem Thema der anderen Bossgegner differenzieren. Aber diese Bosse brauchen auch ein Zuhause…

 

4. Mehr Dungeons mit mehr Abwechslung

Darum brauchen wir mehr Dungeons. Und wie mit den Bossen könnte ich mir vorstellen, dass man die vier bisherigen Dungeons in Form der Titan als Teil der Haupthandlung ruhig beibehalten können. Aber um den Spieler richtige Freiheit zu gewähren wäre es doch fantastisch, wenn meine zusätzlichen 4 Dungeons nichts mit Ganon zu tun haben, sondern einfach so da sind. Vielleicht gelangt man durch eine Nebenquest zu ihnen, ein Bauer, der sich beschwert, dass das Monster Gohma immer wieder Vieh von ihm tötet und dass sich in den alten Ruinenpalast im Sumpf haust. Geschichten von einer riesigen verwunschenen Schloss in den Bergen locken Link zu Gleeloks Hort und so weiter. Hier würde ich mir eine etwas traditionellere Dungeonvariante wünschen. Es war wichtig, dass man das alte Format von Dungeon und Oberwelt durch die Titanen und die Schreine etwas aufgelockert hat. Doch trotzdem fehlt etwas in Breath of the Wild, was die bisherigen Zeldaspiele auszeichnete. Dungeontechnisch war ich immer ein großer Fan von Twilight Princess und Ocarina of Time, die es am besten schafften jeden Dungeon einen eigenen Charakter und Platz in der Handlung einzuräumen. Derartiges würde ich mir auch in Breath of the Wild wünschen. Vier Dungeons, jeder mit eigener kleiner Handlung, vollkommen anderer Stimmung und Soundtrack voller Rätsel und Gegner. UND jeweils einem neuen Item!

 

5. Mehr Items

Was uns zum nächsten Punkt bringt! Es gibt ein paar Items, die dieses Spiel noch dringend braucht. Ich habe nichts dagegen, dass man von den recht eingefahrenen Dungeonformat abweicht. Es ist in den letzten Jahren etwas eintönig geworden, wenn man immer im Dungeon ein neues Item findet und mit diesen alle Rätsel löst und den Bossgegner besiegt. Der Shiekastein mit seinen von Anfang an verfügbaren Fähigkeiten ist da echt erfrischend. Es fehlen aber trotzdem ein paar für das Spiel sinnvolle Items, die ich eher als Belohnung ansehen als notwendiges Rätsellösewerkzeug. Ein Item wären die krallenbewehrten Kletterhandschuhe, die ein Abrutschen bei Regen verhindern und automatisch ausgerüstet werden, sobald Link mit dem Kraxeln anfängt. Ich finde das Feature, dass man bei Regen nicht richtig klettern kann richtig innovativ und würde es beibehalten, aber wäre es nicht klasse wenn man im Laufe des Spiels etwas dagegen tun könnte. Die Kletterhandschuhe könnten einen auch ermöglichen, dass man beim an-der-Wand-hängen auch eine einhändige Waffe schwingen kann. Dies könnte an super gegen den Endboss des jeweiligen Dungeons einsetzen! Zum Beispiel ein Kampf gegen die Riesenspinne Ghoma, der teilweise an einer Felswand stattfindet! Das zweite Item wäre vielleicht etwas simpleres, was aber auch eindeutig im Spiel fehlt: Eine Angel! Verdammt, fast jedes Zelda hat ein Angelminispiel oder etwas vergleichbares und in Breath of the Wild muss ich die Fische mit den Händen fangen! Es ist nur ein kleines Item, aber ich wäre wirklich dankbar für eine Angel mit der man vielleicht gefangene Insekten als Köder nutzen könnte. Okay, mein drittes Item wäre der Orni-Cape! Eine leichte Abwandlung des Greifenumhangs aus Legend of Zelda The Minish Cap! Der Orni-Cape würde nämlich den Segelgleiter absetzen. Sobald Link gleiten will, spannt sich an seinen beiden Armen das gefiederte Cape und er segelt wie Batman umher. Die Verbesserung zum Gleiter wäre erstmal, dass das Cape cooler aussieht und zweitens würde an mit ihm leichter in der Luft zu manövrieren und drittens könnte er einem noch die Möglichkeit bieten zu flattern um an Höhe zu gewinnen. Ähnlich wie beim „springen“ während des kletterns würde dies Ausdauer abziehen, aber der Umhang ermöglicht einem so viel mehr Freiheit beim segeln. Mein letztes zusätzliches Item wäre dann noch der Spiegelschild. Ein klassisches Item in den Zeldaspielen, dass ich in Breath of the Wild ähnlich wie das Masterschwert handhaben würde. Der Schild wäre also unzerstörbar, aber nachdem er einige Treffer eingesteckt hat ist er temporär nicht Nutzbar. Mit dem Spiegelschild in Breaht of the Wild könnte man die Laserstrahlen der Wächter einfacher zurückwerfen und mit ihm würde man schneller als mit allen anderen Schilden die Berghänge hinunterrutschen können. Größter Vorteil wäre aber, dass man wenn man ihn bei Sonnenschein benutzt, das Licht bündeln und reflektieren könnte um Gegner zu blenden oder trockenes Gras und Feuerstellen anzuzünden!

 

6. Das Ende

Okay, meine letzte Verbesserung behandelt das Ende des Spiels. Wer also noch nicht durch ist, kann also hier noch aufhören zu lesen um nicht gespoilert zu werden. Allerdings werde ich nicht wirklich ins Detail gehen. Aber ich möchte für die Puristen vorgewarnt haben. Also, ich fand das Ende des Spiels etwas abrupt und das wiedersehen mit Zelda etwas kurz. Mein letzter Wunsch wäre, wenn sich Link und Zelda am Ende in die Arme fallen würden und man ihnen wirklich anmerken würde, dass sie 100 Jahre getrennt waren und eben ganz Hyrule von der Apokalypse bewahrt haben. Schließlich sind in diesem Kampf fast das komplette Königreich und so ziemlich alle ihre Freunde drauf gegangen. Gebt mir am Ende ein paar Cutscenes in denen ich Link und Zelda zusammen sehe wie sie nach überwundenen Kampf vielleicht sogar ein Pärchen werden. Lasst mich sehen wie das restliche Hyrule feiert, dass Ganon besiegt ist! Ich erinnere mich da an Ocarina of Time, in dem man während der Abspann läuft ALLE NPCs sieht wie sie zusammen an allen Ecken und Enden des Landes feiern! Das bräuchte das Spiel noch! Ein starkes, emotionales Ende, dass einem anregt sich an alle Charaktere des Spiels zu erinnern, an alle Abenteuer die man in Hyrule erlebt hat und alle Kämpfe die geschlagen wurden. Einfach die Belohnung zu sehen wie in Hyrule frieden einkehrt und Link und Zelda endlich glücklich zusammen sein können.

 

 

Und das wäre dann eigentlich schon so ziemlich alles, was es bräuchte um Breath of the Wild „perfekt“ zu machen. Ich glaube, das Breath of the Wild mit etwas feingetunten NPCs, nen epischeren Soundtrack, mehr Gegnern, Bossen und Dungeons, sowie ein paar neuen Items noch viel besser wäre, als es sowieso schon ist. Ich bin gespannt ob die geplanten DLCs mir hier und da einen Wunsch erfüllen.

So was sagt ihr, habt ihr noch Ideen und Anregungen wo man in Breath of the Wild die Stellschrauben noch etwas drehen könnte? Gebt mir Bescheid, auf Facebook, Twitter, per Mail oder hier in den Kommentaren!

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