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Mai 31

“X-MEN: Days of Future Past” REVIEW

Die X-Men sind zurück im Kino. Mit “Days of Future Past”, oder “Zukunft ist Vergangenheit”, wie der Film im Deutschen heißt, bekommen wir gleichzeitig eine Fortsetzung der Original X-Men Trilogie, sowie dem Prequel “X-Men: Erste Entscheidungen”. Ermöglicht wird das mit einer Zeitreise! Lasst mich das etwas genauer erklären.

In “Days of Future Past” befinden wir uns in einer nahen, jedoch sehr düsteren Zukunft, die eindeutig an Terminator und Matrix erinnert. Mutanten, sowie Menschen, deren Nachkommen eventuell Mutanten sein könnten werden brutal von Killerrobotern, die Sentinels genannt werden und die sich rasend schnell anpassen können, gejagd. Es gibt nur noch einen kleinen Wiederstand gegen die Sentinels und bald wird auch dieser zerbrechen. Die einzige Chance die Mutanten und auch die Menschheit zu retten, sehen Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) darin die Vergangenheit zu ändern. Kitty Pryde (Ellen Page) und ihre klein Widerstandsgruppe sollen dabei helfen. Kitty, die sich bisher “nur” ungehindert durch feste Materie bewegen konnte, hat die Fähigkeit entwickelt das Bewusstsein jemand anderes in die Vergangenheit zu schicken. Dies funktioniert allerdings nur für einen kurzen Zeitraum von ein paar Tagen, wenn man den Zeitreisenden weiter zurück schicken würde, würde ihn das töten. Gut, dass Wolverine (Hugh Jackman) so ein Stehaufmännchen ist und so gut wie nicht klein zu kriegen ist. Also wird Logan in die 70er gesendet um Mystique (Jennifer Lawrence) daran zu hindern ein Attentat auf einen Dr. Trask (Peter Dinklage), den Erfinder der Sentinels auszuüben. Der Mord an Trask würde eine Kette von Ereignissen auslösen, welche die Entwicklung der Sentinels vorantreiben würde. Im Zeitalter von Vietnamkrieg und Discomusik angekommen muss Wolverine den heruntergekommenen, jungen Prof. X (James McAvoy) und den in einem Hochsicherheitsgefängnis weggesperrten Magneto (Michael Fassbender) zusammen zu bringen um die Zukunft zu retten!
 

 

Viele, sehr viele sind von dem Film richtig geflasht! Ich war ehrlich gesagt etwas ernüchtert. Nicht wegen der Schauspieler, die in ihren Mutanten-Paraderollen wiedereinmal glänzten und auch nicht wegen der gut choreographierten Action, die dieses mal wirklich atemberaubend war. Es waren die Plotholes und die vielen Fragen, die der Film in Hinsicht, der vorangegangenen Filme beantworten hätte sollen. Es sind in „X-Men 3: Der letzte Wiederstand“ und in „The Wolverine – Weg des Kriegers“ eben einige Dinge geschehen, die eigentlich große Konsequenzen für „Days of Future Past“ haben sollten, aber komplett ignoriert wurden. Gerade für einen Film, der mit Hilfe einer Zeitreise die zahlreichen Ungereimtheiten in der Kontinuität der X-Men glatt bügeln will, finde ich das überaus schlampig und ging mir einfach auf die nerven. Dies ist aber auch mein größter Kritikpunkt. Ich wage zu behaupten, dass man „Days of Future Past“ um so besser findet, um so weniger man die Ereignisse der anderen X-Menfilme im Kopf hat. Aber kommen wir zum Positiven, und davon gibt es eine Menge! Wie zum Beispiel die neuen Mutanten! Da wäre zum Beispiel die fantastisch designete Blink, eine Mutantin aus dem Zukunftszeitstrang des Films, deren Fähigkeiten sie zu einer art lebender Portal-Gun machen und so einige verdammt coole Actionszenen zu bieten hat. Oder auch Peter Maximoff aka Quicksilver! Dieser Charakter hatte zuerst wegen seines Hipsterlooks im Internet nicht viel liebe erfahren, aber im Film überzeugt er durch viele witzige Momente. Sein „großer Moment“ war das absolute Highlight im Film. Zu schade, dass man nicht mehr von ihm sieht. Man spürt wieder den Vibe der ersten X-Men Verfilmungen und die Kombination mit dem neuen Cast aus „X-Men: First Class“ von 2009 war eine grandiose Idee und macht richtig Spaß mit anzusehen wie zusammenkommt, was zusammen gehört.

6 von 10 zeitreisenden Vielfraßen

Bryan Singer, der Regiesseur, der auch die ersten zwei X-Men-Filme gemacht hat, nahm sich seine Mutantenclique wieder vor und zauberte einen Superheldenfilm, der ohne Probleme mit den besseren Filmen der Reihe mithalten kann! Es gibt zwar einiges, worüber sich der geneigte Fan aufregen kann, aber auch genügend, was die negativen Aspeckte wieder wett macht.

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